Arminia will gegen Karlsruhe Platz eins verteidigen – mit Video Hellwach ins Abendspiel

Bielefeld (WB). Heimspiel am Nikolaus-Abend, unter Flutlicht und vor etwa 21.000 Zuschauern: Alles scheint angerichtet für den Tabellenführer der 2. Liga, um mit einem Heimsieg gegen den Karlsruher SC (18.30 Uhr) die Spitzenposition zu verteidigen. Doch einen Selbstläufer erwartet beim DSC Arminia Bielefeld niemand.

Von Jens Brinkmeier
Jonathan Clauss (links) möchte mit den Arminen nach dem Sieg in Darmstadt heute den dritten Saisonheimerfolg.
Jonathan Clauss (links) möchte mit den Arminen nach dem Sieg in Darmstadt heute den dritten Saisonheimerfolg. Foto: Thomas F. Starke

Da ist zum einen die Heimbilanz, die nicht zu überbordender Euphorie verleitet. Zwei Siege in sieben Heimspielen sind nicht aufstiegsreif, dank der 22 Auswärtspunkte aus acht Partien ist der DSC nach 15 Spieltagen mit 32 Punkten trotzdem Erster. „Alle wissen, dass wir zuhause nicht so gut gepunktet haben und jeder ist bestrebt, das zu ändern. Das Wichtigste, die Arbeit zu erledigen, das macht die Mannschaft“, betont Trainer Uwe Neuhaus.

Der 60-Jährige will das Thema Tabellenführung und damit verbunden die Rolle des Gejagten „gar nicht so sehr thematisieren. Die Mannschaft funktioniert und ist bereit, den Heimsieg einzufahren“, sagt Neuhaus, der vor dem Aufsteiger warnt: „Karlsruhe ist ähnlich unbequem wie Sandhausen (1:1, Anm. d. Red.). Es wird eine unangenehme Aufgabe. Sie sind bei jeder Standardsituation in der Lage, ein Tor zu erzielen. Da müssen wir hellwach sein.“

Mehr als 20.000 Zuschauer erwartet

Der KSC (19 Punkte) hat die fünftbeste Offensive der Liga (27 Tore) und mit Philipp Hofmann einen Torjäger, der bisher neunmal getroffen hat. Beim 4:1 in der Vorwoche gegen Jahn Regensburg erzielte der frühere Schalker zwei Tore. Es war der erste Sieg für die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz nach zuvor acht Ligaspielen ohne Dreier. Etwa 700 Fans werden den KSC begleiten.

Die etwa 20.000 DSC-Fans im Stadion werden ihr Team nach vorne peitschen in der Hoffnung, im Fernduell mit dem Hamburger SV (29 Punkte) davon zu ziehen. Der HSV tritt zeitgleich gegen den 1. FC Heidenheim an, also den Arminia-Gegner am 17. Spieltag (14. Dezember). Die Bielefelder könnten sogar vorzeitig Herbstmeister werden. Sollten sie siegen und Hamburg nicht, wäre den Arminen Hinrundenabschlussplatz eins nicht mehr zu nehmen. Verliert der HSV, reicht dem DSC sogar ein Punkt für die Herbstmeisterschaft.

Neuhaus denkt nicht an Herbstmeisterschaft

Über diesen „Titel“ habe er „noch nicht nachgedacht. Wir konzentrieren uns auf das Sportliche, das ist nach wie vor das Wichtigste. Wir gehen nicht davon aus, dass die anderen verlieren“, sagt Uwe Neuhaus. Doch der Trainer betont auch: „Jeder freut sich, dass er Erster ist. Und dass man einen möglichst großen Abstand zu den Mannschaften hinter sich haben möchte, ist auch klar. Das kann auch beflügeln. Die Mannschaft ist vom Selbstbewusstsein satt ausgestattet, ohne dabei aber die Basics zu verlieren. Diese Kombination ist die beste.“

Es fehlen die langzeitverletzten Brian Behrendt (Kreuzbandriss) und Nils Quaschner (Knie-OP) sowie Sven Schipplock (muskuläre Probleme) und Reinhold Yabo (Außenbandzerrung). Der Mittelfeldspieler war zwar nach seiner unfreiwilligen Auszeit in Darmstadt wieder im Training. Doch laut Neuhaus komme das Spiel gegen seinen alten Verein für Yabo „ein, zwei Tage zu früh“.

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