Arminia will Sonntag in Darmstadt den siebten Auswärtssieg in Folge – Mit Video Rekord wäre nur ein Zubrot

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld könnte am Sonntag ein kleines Stück Zweitliga-Geschichte schreiben. Gewinnt Arminia beim SV Darmstadt 98 (13.30 Uhr, Böllenfalltor), wäre dies der siebte Auswärtssieg in Folge – das hat zuvor noch keine Mannschaft in der 2. Liga geschafft. Doch der Rekord wäre für DSC-Trainer Uwe Neuhaus nur ein Zubrot. „Ich habe in den vergangenen Jahren den einen oder anderen Rekord verbessert oder gebrochen. Das wäre nun die Konsequenz aus dem Sieg, und der ist viel wichtiger für uns“, sagt Neuhaus.

Von Jens Brinkmeier
Uwe Neuhaus (rechts) und sein Co-Trainer Peter Nemeth haben Arminia zu einer Auswärtsmacht geformt.
Uwe Neuhaus (rechts) und sein Co-Trainer Peter Nemeth haben Arminia zu einer Auswärtsmacht geformt. Foto: Thomas F. Starke

Darmstadt seit März daheim unbesiegt

Dass die Arminen die Tabellenführung nach nur einem Spieltag schon wieder abgeben mussten, stört Neuhaus dagegen weniger. Auch als Tabellenzweiter werde der DSC „immer noch ein bisschen gejagt“. Auf ein entsprechendes Spiel bei einem extrem heimstarken Gegner stellen sich alle Bielefelder ein. „Darmstadt ist seit März zuhause unbesiegt, das ist eine stolze Leistung, da können wir nicht drauf zurückblicken. Sie sind sehr unangenehm, sehr kompakt. Sie sind aber auch in der Lage, gerade zuhause weiter vorne zu attackieren“, benennt Neuhaus die Darmstädter Stärken.

Der Trainer der Hessen, Dimitrios Grammozis, hat derweil erklärt, er sei „nicht überrascht“, dass Arminia um den Aufstieg mitspiele. „Ich habe sie dort erwartet“, sagt der 41-Jährige und ergänzt: „Wir wissen, dass da ein Brocken auf uns wartet.“ Doch auch die Darmstädter können mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gehen. Am Montag siegten die Lilien 2:1 bei Hannover 96 und bewiesen damit, dass sie nicht nur heimstark sind. Und das sind sie: Darmstadt hat saisonübergreifend seit zwölf Partien nicht zuhause verloren.

Edmundsson, Seufert, Soukou: Wer ersetzt den verletzten Yabo?

Die Arminen haben aber sehr gute Erinnerungen an ihr letztes Gastspiel am Böllenfalltor. Ende September 2018 gelang ein 2:1-Erfolg. Es war der letzte Sieg unter Jeff Saibene, der dann am 10. Dezember von Neuhaus abgelöst wurde.

Der seit Dienstag 60-Jährige muss seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen den SV Sandhausen umbauen. Reinhold Yabo hatte sich eine Außenbandzerrung im Sprunggelenk zugezogen. Laut Neuhaus kommen drei Spieler in Frage, um Yabos Platz einzunehmen: Joan Simun Edmundsson, der schon gegen Sandhausen für Yabo eingewechselt worden war, Nils Seufert und Cebio Soukou.

Ausblick vor den letzten vier Ligaspielen des Jahres

„Rein von der Position und vom Spielertyp ausgehend spricht es für Edmundsson, weil er diese Position schon das eine oder andere Mal gespielt und eine gewisse Torgefahr gezeigt hat“, sagt Neuhaus. Sollte Seufert anspielen, könnte der zweite Achter, Marcel Hartel, etwas offensiver agieren. Und Soukou trainiere „richtig richtig gut. Ich habe vor der Mannschaft gesagt, dass es mir in der Seele weh tut, so einen Spieler auf die Bank setzen zu müssen. Aber Jonathan Clauss hat zwei Tore gemacht in den letzten beiden Spielen, er hat gute Leistungen gezeigt. Da tendiere ich nicht dahin, etwas zu verändern“, erklärt der Coach seine Luxusprobleme.

Vor den letzten vier Ligaspielen des Fußballjahres habe er der Mannschaft gegenüber „einen kleinen Ausblick gegeben. Wir müssen nochmal den absoluten Fokus finden. Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen, um uns eine gute Ausgangsposition fürs nächste Jahr zu schaffen. Die vier Spiele können alles richtig schön machen. Oder, wenn man zu fahrlässig rangeht, könnten sie einen Rückschlag bedeuten. Wir müssen beweisen, dass wir es über die Saison durchhalten können. Es ist wichtig, dass wir uns darauf konzentrieren, dass wir es schaffen“, fordert Uwe Neuhaus.

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