Nach 3:1 in Regensburg lobt Kapitän Klos Arminias Weiterentwicklung Als Einheit gereift

Regensburg (WB). Während des überzeugenden 3:1 von Arminia Bielefeld beim SSV Jahn Regensburg war eine Begebenheit zu Beginn der zweiten Halbzeit auf den ersten Blick nur eine Randerscheinung. Bei genauerer Betrachtung hatten diese kommunikativen Momente auf dem Platz aber eine entscheidende und wegweisende Bedeutung.

Von Sebastian Bauer
Die Arminen haben sich als Einheit weiterentwickelt und das beim Spiel in Regensburg deutlich unter Beweis gestellt.
Die Arminen haben sich als Einheit weiterentwickelt und das beim Spiel in Regensburg deutlich unter Beweis gestellt. Foto: Thomas F. Starke

Was war passiert? Joan Simun Edmundsson hatte kurz vor der Halbzeit das 1:0 für den DSC erzielt: Pause, Wiederanpfiff – und die 45 Minuten lang dominierenden Arminen wurden gleich zu Beginn der zweiten Hälfte von den Regensburgern überrannt.

»Überragender« Prozess kommt in Gang

Mit unglaublicher Wucht kamen die Hausherren aus der Kabine und erzielten nur zwei Minuten nach der Halbzeit das 1:1 durch Max Besuschkow. Für einige Minuten schwamm der DSC. Immer wieder rollten Angriffe des Sport- und Schwimmvereins Jahn auf das Bielefelder Tor zu. Befreiungsmomente: Fehlanzeige.

Bei den elf Arminia-Spielern setzte sich daraufhin ein Prozess in Gang, den Kapitän Fabian Klos nach dem Spiel als »überragend« bezeichnete. »Wir haben ein paar Sachen nicht so gut gemacht. Und das haben wir untereinander auf dem Platz besprochen. Wir haben uns als Mannschaft gesagt, was wir besser machen müssen. Deshalb ist es besser geworden«, berichtete der Stürmer.

Taktisch und spieltechnisch weiterentwickelt

Auch Trainer Uwe Neuhaus stellte zufrieden fest: »Je mehr eine Mannschaft auf dem Platz miteinander kommuniziert, desto besser ist es. Wir haben mittlerweile die Qualität, um so ein Spiel dennoch für uns zu entscheiden. Und das weiß jeder.«

Ruhe bewahren, mutig bleiben, dadurch nicht nur reagieren, sondern wieder zu agieren und aus der Mitte der Mannschaft eine Kurskorrektur anzustoßen, bezeichnete Klos als wichtigen Entwicklungsschritt seit der Sommervorbereitung: »Wir haben uns taktisch und spieltechnisch als Truppe weiterentwickelt. Wir wissen relativ schnell auf dem Platz, was wir nicht so gut machen, was wir besser machen müssen, damit es wieder läuft. Das ist die Weiterentwicklung, von der sowohl der Trainer als auch ich in den vergangenen Wochen sprechen.«

Tatsächlich ist dem DSC ein Mehr an Reife und Souveränität in den letzten beiden Spielen (3:1 gegen Aue, 3:1 in Regensburg) nicht abzusprechen. Und dennoch ist der Entwicklungsschritt hin zu einer noch besseren Zweitligamannschaft längst nicht komplett vollzogen.

»Wichtig ist nun die Kontinuität«

Davon zeugten das 3:3 in Bochum trotz 2:0-Führung oder das Auftakt-1:1 gegen St. Pauli, als der DSC erst kurz vor Schluss den Punkt sicherte. Deshalb betonte auch Sport-Geschäftsführer Samir Arabi: »Es ist ein Schritt, den die Mannschaft machen muss, wenn sie sich noch entwickeln will. Wichtig ist nun die Kontinuität. Diese Leistungen müssen wir über einen längeren Zeitraum zeigen.«

Fakt ist: Die mannschaftsinternen Maßnahmen halfen gegen den SSV Jahn, Arminia fand zurück in die Spur. Erst traf Manuel Prietl zum 2:1 (63.). Schließlich zog Reinhold Yabo mit seinem Treffer zum 3:1 (83.) den Schlussstrich. Vor allem Klos zeigte dabei exemplarisch die spielerische Klasse, die den DSC auszeichnen kann. Der sehenswerte Pass von der Außenbahn auf Yabo im Strafraum brachte den Passgeber selbst zum Schwärmen: »Den habe ich ganz gut gespielt. Ich lobe mich ja ungern selber, aber der war brutal.«

Ihre Entwicklung und spielerische Klasse können die Arminen am Samstag gegen Fürth erneut unter Beweis stellen. Und dann vor allem belegen, ob mit einem dritten Sieg in Folge auch ein weiterer Schritt in Sachen Kontinuität gemacht werden kann.

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