Arminia gewinnt 3:1 bei Jahn Regensburg – Behrendt verletzt sich am Knie Stresstest bestanden

Regensburg (WB). Das war ein hartes Stück Arbeit in bayerischer Hitze: Arminia Bielefeld hat sich am Samstag bei Jahn Regensburg einen verdienten 3:1 (1:0)-Sieg erkämpft und zumindest über Nacht die Tabellenspitze erobert.

Von Sebastian Bauer
Arminias Fabian Klos im Zweikampf
Arminias Fabian Klos im Zweikampf Foto: Thomas F. Starke

Uwe Neuhaus, grundsätzlich kein Freund von großen Wechseln in der Startelf, verzichtete in Regensburg komplett auf personelle Veränderungen. Gegen den SSV spielte dieselbe Mannschaft an wie eine Woche zuvor beim 3:1 gegen den FC Erzgebirge Aue.

Doch Arminias Trainer wurde dan doch deutlich früher als gewünscht zum ersten Wechsel gezwungen. Vier Minuten waren gespielt, als Brian Behrendt nach einem Zweikampf nahe der Eckfahne am Boden liegen blieb. Für den am Knie verletzten Innenverteidiger kam Amos Pieper.

Bereits vor dem Behrendt-Aus waren die Regensburger zur ersten Chance gekommen. Benedikt Sallers Schuss konnte Joakim Nilsson aber blocken (1. Minute). Auf der anderen Seite versuchte es Reinhold Yabo, schoss aber deutlich über das Tor (8.).

Pressingmaschine auf Hochtouren

Von Beginn an ließ der Jahn wie erwartet seine Pressingmaschine auf Hochtouren laufen. Dem DSC fiel es sichtlich schwer, sein eigenes Spiel gegen die agressiv anlaufenden Gastgeber aufzuziehen. Das führte zwar zu viel Bielefelder Ballbesitz, aber wenigen daraus resultierenden Aktionen. Von einem »Stresstest« hatte Uwe Neuhaus im Vorfeld gesprochen und genau als ein solcher erwies sich die Aufgabe in Bayern.

Der Spaßfaktor dürfte sich für die Arminen so stark in Grenzen gehalten haben. Auch wegen der drückenden Temperaturen auf dem Platz bei bereits knapp 30 Grad im Schatten auf der Tribüne.

Was passierte, war wohl auch deshalb erst einmnal überschaubar ansehnlich. Erst nach 26 Minuten gab es erneut eine Offensivaktion – Sebastian Stolzes abgefälschter Schuss flog aber über das DSC-Tor.

Momente der Hektik

Es folgten Momente der Hektik. Regensburgs Sebastian Nachreiner soll den Ball im eigenen Strafraum mit dem Arm gespielt haben (29.). Trotz Bielefelder Proteste ließ Schiedsrichter Pascal Müller die Partie zunächst weiterlaufen und bemühte erst wenig später den Videoassistenten – doch der empfand das Handspiel zum Frust der Arminen als nicht elfmeterwürdig.

Für den Ärger entschädigte sich der spielerisch klar dominierende DSC kurz vor der Pause selbst. Eine Flanke von Jonathan Clauss verlängerte Fabian Klos per Kopf in den Strafraum, wo Joan Simun Edmundsson zur verdienten Führung einköpfte (43.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte vergab Klos per Kopf noch die große Chance zum 2:0.

Plötzlich unsichtbar

Direkt nach dem Seitenwechsel war von Bielefelder Dominanz plötzlich nichts mehr zu sehen. Erst erzielte Max Besuschkow den Ausgleich (47.) – nachdem der Videoschiedsrichter den Treffer wegen einer möglichen Abseitsstellung bestätigt hatte. Dann scheiterten Jann George (52.) und Erik Wekesser (52. und 61.) bei der Chance, den Jahn sogar in Führung zu schießen.

Stattdessen antwortete der DSC mit dem 2:1. Nach einem Freistoß von Marcel Hartel, der von der Latte zurück in den Strafraum sprang, schaltete Manuel Prietl am schnellsten und schob den Ball zur erneuten Führung ein – es war bereits der zweite Saisontreffer des Mittelfeldspielers, der ansonsten nicht mit Vollstreckerqualitäten glänzt.

Das Spiel wurde nun zu einer hitzigen Schlacht. Vor allem die Regensburger versuchten durch Aggressivität und kleine Fouls zurück in die Begegnung zu finden. Doch bei den Hausherren schien spielerisch die Luft raus zu sein. Spätestens nach dem Tor zum 3:1 durch Reinhold Yabo (83.), der von Fabian Klos mit einem starken Pass in Szene gesetzt worden war. Der DSC bleibt in dieser Saison somit ungeschlagen und hat nach vier Zweitligapartien nun acht Punkte auf dem Konto.

Statistik

Regensburg: Meyer - Saller, Nachreiner, Correia, Okoroji - Besuschkow, Geipl (69. Hein), George (61. Heister), Stolze - Wekesser (74. Albers), Grüttner

Bielefeld: Ortega Moreno - Clauss, Behrendt (6. Pieper), NIlsson, Hartherz - Yabo (84. Salger), Prietl, Hartel - Edmundsson, Klos, Voglsammer (71. Schütz)

Schiedsrichter: Müller (Löchgau)

Zuschauer: 9514

Tore: 0:1 Edmundsson (43.), 1:1 Besuschkow (47.), 1:2 Prietl (63.), 1:3 Yabo (83.)

Gelbe Karten: Geipl, Besuschkow, Nachreiner, Saller / Yabo

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