DFB-Pokal: Voglsammer beschert Arminia den 1:0-Erfolg bei Viktoria Berlin – mit Video Glanzlos in die 2. Runde

Berlin (WB). Ohne zu überzeugen ist Arminia Bielefeld in die 2. Runde des DFB-Pokalwettbewerbs eingezogen. Mit 1:0 (1:0) gewann der Zweitligist am Samstag beim Nordost-Regionalligisten FC Viktoria Berlin.

Von Dirk Schuster
Andreas Voglsammer (Mitte) jubelt nach seinem 1:0-Treffer gegen FC Viktoria Berlin .
Andreas Voglsammer (Mitte) jubelt nach seinem 1:0-Treffer gegen FC Viktoria Berlin . Foto: Thomas F. Starke

DSC-Trainer Uwe Neuhaus hatte im Vorfeld angekündigt, der Partie hohe Bedeutung beizumessen. Von einer übertriebenen Rotation sah er deshalb ab und beließ es bei nur drei Veränderungen gegenüber dem vorherigen 3:3 im Punktspiel beim VfL Bochum.

Nachdem er ihn in den ersten beiden Zweitligapartien der Saison hatte zuschauen lassen, brachte Neuhaus seinen schwedischen Abwehrakteur Joakim Nilsson zum ersten Mal in einem Pflichtspiel zum Einsatz. Gemeinsam mit Brian Behrendt bildete der 25-Jährige die Innenverteidigung. Stephan Salger blieb draußen.

Und auch Marcel Hartel stand erstmalig in der Startelf. Der Neuzugang vom Berliner Erstligaaufsteiger 1. FC Union hatte im Jahn-Sportpark ein verkapptes Heimspiel. Er ersetzte Cebio Soukou.

Etwas überraschend zählte auch Nils Seufert zur Anfangsformation. Weil Reinhold Yabo »aus privaten Gründen«, wie Arminia mitteilte, kurzfristig passen musste, rückte Seufert ins Team.

Standard bringt die Führung

Spielerisch lief beim Favoriten im ersten Durchgang nicht so furchtbar viel. Es bedurfte einer Standardsituation, um in Führung zu gehen. Einen Eckball von Jonathan Clauss wuchtete Andreas Voglsammer per Kopf ins Netz. Berlins Keeper Stephan Flauder war zwar dran, vermochte den druckvollen Ball aber nicht mehr abzuwehren.

Die Arminen schalteten nach dem Führungstor gleich mal um zwei Gänge zurück. »Gegen einen Gegner, der höherklassig ist, auf 0:0 zu spielen und zu hoffen, mit einer Aktion fällt die Kirsche vorne rein, geht sowieso meist in die Hose«, hatte Flauder vor der Partie gesagt. Und so machten die Berliner sich nach anfänglicher Zurückhaltung nun auch auf den Weg nach vorn – und kamen zu guten Gelegenheiten. Rafael Brand (23. Minute) und Yannis Becker (27.) aber scheiterten an DSC-Torwart Stefan Ortega Moreno.

Verpasste Chancen

»Es geht einzig und allein ums Weiterkommen«, waren Neuhaus’ Worte. Nach Wiederbeginn war sein Team dann zunächst wieder aktiver. Nilsson hatte das 2:0 auf dem Kopf, traf den Ball aber nicht voll (50.). Und auch Voglsammer wusste mit seinen weiteren Chancen nicht wirklich etwas anzufangen.

Aus wirtschaftlichen Gründen hatten die Viktorianer ihrer Stamm-Spielstätte in Lichterfelde (4300 Plätze) für 90 Minuten den Rücken gekehrt und waren als Untermieter in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg gezogen. 4503 Zuschauer füllten das weite Oval zu einem Viertel. Was sie zu sehen bekamen, war ein Erstrundenpokalspiel auf bescheidenem Niveau, das Arminia glanzlos gewann.

Statistik

Berlin: Flauder - Daube, Kapp, Gunte (57. Schulz), Hoffmann, Röcker - Hüther (76. Yamada), Becker, Menz - Schmidt (60. Ndualu), Brand

Bielefeld: Ortega Moreno - Clauss (78. Kunze), Behrendt, Nilsson, Hartherz - Seufert (61. Schütz), Prietl, Hartel (90.+1 Pieper) - Edmundsson, Klos, Voglsammer

Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta)

Zuschauer: 4503

Tore: 0:1 Voglsammer (15.)

Gelbe Karten: Hoffmann / -

Kommentare

Lahmer Kick

Mit so einem Spiel kann man gut und gerne auch ausscheiden. Wilde lange Pässe ins Nirvana und lustlose Zweikämpfe. Man scheute den 1 gegen 1 Zweikampf und versuchte dann lieber mal einen Beinschuss, auf den man im Ligaspiel nie kommen würde. Dazu kamen permanent schlecht gespielte Pässe und technische Defiziete bei der Ballannahme. Der Klassenunterschied zeigte sich nur in einzelnen Situationen. Das ist zu wenig um einen motivierten Gegner zu schlagen.
Ich hoffe Herr Neuhaus zieht die Zügel an, denn so langsam könnte man mal wach werden. Das war in allen Belangen deutlich zu wenig. Die Vorbereitung ist vorbei!

Qualität..

Überragende Leistung,dieser Spielwitz,diese Kombinationen,absolute Weltklasse.... Europa,wir kommen....Danke.

Welch ein grauenhaftes Spiel

Eine Zumutung, was Arminia den Zuschauern geboten hat. Bis auf Ortega hätte man eigentlich alle auswechseln können. Kein Zug zum Tor, ständige Rückpässe, alles viel zu langsam und dazu überwiegend technisch grauenhaft. Der Sieg ist nicht verdient, so viel steht fest. Gegen einen Viertligisten ein peinlicher Auftritt. Soll man sich freuen, dass Voglsammer Arminia nicht verläßt ? Der Mann hat so viel wie kein Gefühl im Fuß. 2x 100 %ige Chancen kläglich versemmelt, weil er nicht in der Lage ist, einen verwertbaren Pass zu seinem Mitspieler zu bringen. Was hat Seufert in der Mannschaft zu suchen ? Miserables Passpiel, zweikampfschwach und ohne Ideen. Alle haben sich versteckt. Das lässt für die Zukunft nicht hoffen. Mittlerweile verstehe ich weder die Aufstellung, noch die Einwechselungen von Neuhaus.Traurig,traurig.

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