Nach einem ereignisreichen Afrika Cup darf DSC-Neuzugang abschalten Soukous verrückte Reise

Bielefeld(WB). Hektisch waren die vergangenen Tage für Cebio Soukou. Mitreißend ebenfalls. Arminia Bielefelds Neuzugang ist nach viel Reisestress und mit jeder Menge Eindrücke vom Afrika Cup in Ägypten nach Ostwestfalen gekommen.

Von Sebastian Bauer
Beim Afrika Cup gab es für Arminias Cebio Soukou (rechts, hier mit Mickael Pote) einiges zu feiern.
Beim Afrika Cup gab es für Arminias Cebio Soukou (rechts, hier mit Mickael Pote) einiges zu feiern. Foto: imago

Erstmals traf die neue Offensivkraft des DSC das Trainerteam und die Kollegen am Sonntag am Rande des Testspiels gegen den englischen Erstligisten Norwich City (2:2 ). Pünktlich zum Anpfiff hatte es Soukou ins Heidewaldstadion geschafft, nachdem die Stunden zuvor voller Emotionen und einmaliger Erlebnisse gewesen waren. Kairo in Ägypten, Cotonou in Benin, Paris als Zwischenstopp, Düsseldorf und dann Zielort Gütersloh waren die Stationen, die Soukou von Samstagmittag bis Sonntagnachmittag hinter sich gebracht hatte.

Aufgrund des Erfolgs beim Afrika Cup schienen diese Strapazen aber weniger belastend als zu vermuten war. »Es war vorher klar, dass es eine Erfahrung wird. Aber dass es dann ein für das Land so historisches Ereignis wird, war schon unerwartet«, erzählte der Nationalspieler Benins von begeisternden Momenten. Überraschend war für das kleine westafrikanische Land beim Turnier, das den gesamten Kontinent elektrisiert, erst im Viertelfinale Schluss. Beim 0:1 war der Senegal zu stark.

Feier wird zum Express-Erlebnis

Leider wurde die Feier für Soukou und Co. im Heimatland am Samstagabend zu einem Express-Erlebnis. Obwohl das Team schon am Mittwochabend ausgeschieden war, flog der Tross erst am Samstagmittag von Kairo nach Benin. »Es war ein bisschen ärgerlich mit der Abreise. Wir haben vorher jeden Tag gedacht, dass wir abreisen, aber es hat dann leider nicht funktioniert. Deshalb waren wir am Samstag erst um 20 Uhr in Cotonou«, berichtet der Armine. Nach zweieinhalb Stunden beim großen Empfang war für Cebio Soukou und einige Mitspieler dann auch schon wieder Schluss mit der verdienten Feierei: »Einige Spieler hatten die Flüge für Mitternacht gebucht, das war ex­trem knapp, dass wir die bekommen haben.«

Was die Nationalspieler in Benins Hauptort, wie Coutonou genannt wird, erleben durften, hinterließ bei Soukou trotz der Kürze der Zeit dennoch einen bleibenden Eindruck: »Der Empfang war extrem, die Straßen waren voll. Es herrschte Ausnahmezustand in Cotonou. Wir sind zwei Stunden mit einer Eskorte durch die Stadt gefahren, wirklich jeder war auf der Straße. Dann wurden wir auf einer Bühne vorgestellt.«

Immerhin bekommt der 26-Jährige nun noch ein paar Tage zum Verschnaufen und zum Verarbeiten der vergangenen Wochen. Bis einschließlich Freitag kann Soukou seinen Sonderurlaub genießen, bevor er in die Vorbereitung beim DSC einsteigt. »Ein bisschen Abstand vom Turnier zu gewinnen, das tut schon ganz gut«, hatte Arminias Trainer Uwe Neuhaus in Gütersloh bereits durchblicken lassen, dass er seinem Schützling noch ein bisschen freie Zeit gönnen wird.

Cebio Soukou schien darüber alles andere als traurig zu sein: »Ich denke nicht, dass ich bei der Fitness viel verlieren werde, wenn ich noch ein paar Tage abschalte. Es ist ja nicht so, dass wir in Ägypten Urlaub gemacht hätten.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6781648?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F