Netzreaktionen auf die Partnerschaft zwischen dem Fleischfabrikanten und Arminia Bielefeld
Wegen Tönnies: Sorgen um Lohmann

Bielefeld (WB/dis). Der Bericht des WESTFALEN-BLATTES über das Engagement des Schalke-04-Bosses Clemens Tönnies beim DSC Arminia Bielefeld wird auf den Social-Media-Kanälen dieser Zeitung ebenso rege wie kontrovers diskutiert. Die Fleischfabrik des Rheda-Wiedenbrückers zählt seit dem 1. Juli offiziell zum Sponsorenkreis des Fußball-Zweitligisten.

Samstag, 06.07.2019, 05:00 Uhr
Beliebt bei jungen und alten Arminia-Anhängern: Maskottchen Lohmann, der knuffige Stier. Foto: Thomas F. Starke

Der erste Gedanke eines mitfühlenden Users gilt dem Maskottchen des DSC, bekanntlich ein Stier und damit durchaus ein Kandidat für die Schlachtbank. »Muss ich mir jetzt Sorgen um Lohmann machen?« Eher nicht. Es darf getrost davon ausgegangen werden, dass Tönnies es sich auf diese Weise wohl kaum mit den Arminia-Anhängern verscherzen möchte.

Quervergleich zum Nachbarn

Ein anderer zieht den Quervergleich zum Nachbarn SC Paderborn. Der Erstligaaufsteiger plante eine Kooperation mit RB Leipzig, nach massiven Fan-Protesten machte der SCP aber eine Rolle rückwärts. »Leute meckern wegen Red Bull und Co. Aber ein Unternehmen wie Tönnies, wo pro Tag 35.000 Schweine und 18.000 Rinder geschlachtet werden, damit die Leute ihr Fleisch beim Discounter für unter 3 bis 4 Euro das Kilo bekommen, ist als Sponsor nicht das Gelbe vom Ei.«

Moralische Bedenken dieser Art tauchen in den Kommentaren wiederholt auf (»Traurig und Pfui«). Mindestens ebenso viele sehen in der Partnerschaft zwischen Tönnies und dem DSC aber eher Vorteile. Da heißt es:

»Wir sind nicht Manchester City oder der FCB. Wir brauchen jeden Sponsor! Zumal er ein Ostwestfale ist!«

»Ein anerkannter Freund des Fußballs unterstützt unseren Klub. Wer kann das nicht gut finden?«

»Geld stinkt nicht«

Einer wirft sogar die Frage auf: »Kommt der Erlöser?«

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