1:0 gegen Kiel als schöner Saisonabschluss Arminia siegt dank Clauss

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat die Saison 2018/19 in der 2. Fußball-Bundesliga mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Holstein Kiel abgeschlossen und ist mit 31 Punkten die zweitbeste Rückrundenmannschaft. In der Abschlusstabelle belegt der DSC mit 49 Punkten den siebten Rang.

Von Jens Brinkmeier
Jonathan Clauss, Arminias Siegtorschütze gegen Kiel.
Jonathan Clauss, Arminias Siegtorschütze gegen Kiel. Foto: Thomas F. Starke

Vor dem Spiel wurden vier DSC-Profis, deren Verträge auslaufen, verabschiedet, darunter Kapitän Julian Börner. Der 28-Jährige ist suspendiert, weil er seine Zusage zur Vertragsverlängerung zurückgezogen hatte und zu Sheffield Wednesday wechselt. Entsprechend musste sich Börner nach fünf Jahren Arminia Pfiffe und Buhrufe gefallen lassen, doch der Applaus war dann doch lauter. Zudem wurden Sören Brandy, Baboucarr Gaye und Christopher Nöthe (in Abwesenheit) verabschiedet. 22.867 Zuschauer waren da, dadurch vermeldet Arminia einen neuen Zweitligarekord: 19.000 Besucher kamen im Schnitt zu den 17 Saisonheimspielen.

Nicht mit 100 Prozent

Neuhaus änderte sein Team im Vergleich zum 3:0 in Sandhausen auf einer Position. Wie erwartet kehrte Manuel Prietl in die Startelf zurück. Doch der Österreicher ersetzte nicht Stephan Salger, sondern Patrick Weihrauch. Salger blieb im 4-3-3 der Sechser, Prietl lief neben Reinhold Yabo davor als Achter im Mittelfeld auf.

Für beide Mannschaften ging es nur noch um die Abschlussplatzierung, und so ging es nicht mit 100 Prozent zur Sache. Die erste Chance der Partie hatte Yabo, dessen Schuss aber zur Ecke abgefälscht wurde (16. Minute). Auf der Gegenseite verpasste Masaya Okugawa eine gute Hereingabe von Jae Sung Lee nur knapp (25.). Dann hatte Tom Schütz Zeit für eine präzise Flanke auf Andreas Voglsammer, der aber knapp links am Kieler Tor vorbei köpfte (32.). Joan Simun Edmundsson und Voglsammer scheiterten schließlich jeweils freistehend an Holstein-Keeper Dominik Schmidt (38.). Yabos Schuss flog über das Tor der Gäste (39.). Arminia hatte ein Chancenplus, ein Tor wollte aber noch nicht fallen. Auch nicht, als Voglsammer in die Mitte auf Yabo flankte, der den Ball knapp verpasste (43.).

Clauss’ Volleyschuss

Kiel begann den zweiten Durchgang stark. Alexander Mühling hatte die erste Chance, er schoss aber ganz knapp – mit Lattenberührung - über das von Stefan Ortega Moreno gehütete DSC-Tor (49.). Es dauerte bis zur 62. Minute, ehe die Gastgeber auch mal wieder gefährlich vor dem Kieler Tor auftauchten. Klos bediente Voglsammer, doch dessen Schuss parierte Reimann (62.). Nur eine Minute später versuchte es der gerade eingewechselte Jonathan Clauss mit einem Schlenzer, der Ball flog aber am Tor vorbei.

Doch mit Clauss passierte jetzt offensiv noch mehr. So war es auch der Franzose, der die Führung erzielte. Per Volleyschuss und mit Hilfe des linken Pfostens versenkte Clauss den Ball in der 71. Minute zum 1:0 für den DSC. Kiel hatte nicht entscheidend klären können. Dabei blieb es, weil auch Prietl in der Nachspielzeit vorbei schoss.

Statistik

Bielefeld : Ortega Moreno – Schütz, Behrendt, Pieper, Lucoqui – Salger – Prietl, Yabo (60. Clauss) – Edmundsson (83. Weihrauch), Klos, Voglsammer (89. Brandy)

Kiel : Reimann – Dehm, Schmidt, Wahl (78. Bissek), van den Bergh – Karazor – Mühling, Benes (65. Evina) – Lee – Serra, Okugawa (57. Honsak)

Schiedsrichter : Thomsen (Kleve)

Zuschauer : 22.867

Kommentare

Schöner Abschluss

Platz 7 und 49 Punkte, wäre hätte das am 16. Spieltag gedacht ? Ein Kompliment an Neuhaus und die Mannschaft, die mit einer Energieleistung in der 2. Saisonhälfte dieses Ergebnis möglich gemacht hat. Möglich aber auch deshalb, weil einige Spieler sich zu Leistungsträgern entwickelt haben. Zu nennen sind hier Lucoqui und Pieper, aber auch Clauss, für den der Trainer die richtige Position gefunden hat. Sollte es dem Verein gelingen, für die neue Saison die richtigen Leugte zu verpflichten, dürfte Arminia mit dem Abstieg erneut nichts zu tun haben. Ob mehr möglich ist, wird die Zeit zeigen. So viel feines Händchen wie in Paderborn (Glückwunsch zum Aufstieg) ist eher die Ausnahme. Aber eine stetige Weiterentwicklung ist mir sowieso lieber, als ein überraschender Aufstieg, der meist den schnellen Abstieg zur Folge hat. Eine Mannschaft, die die 2. Liga dominiert, dürfte es in der 1. Liga etwas leichter haben. Gut Ding braucht Weile !

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