1:3-Heimpleite gegen Abstiegskandidat Ingolstadt Arminia kommt unter die Räder

Bielefeld (WB). Ein gebrauchter Ostersonntag auf der Alm: Arminia Bielefeld hat es nach einer sehr schlechten Leistung verpasst, letzte theoretische Zweifel am Klassenerhalt in der 2. Liga auszuräumen. Gegen den Tabellenvorletzten FC Ingolstadt (jetzt 26 Punkte) verlor der DSC (weiter 39 Zähler) vor 15.880 Zuschauern verdient mit 1:3 (0:1). Die Gäste schöpften durch diesen Sieg am 30. Spieltag neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg.

Von Jens Brinkmeier
Zweikampf auf der Alm: Bielefelds Reinhold Yabo (rechts) gegen Ingolstadts P. Rosa Silva.
Zweikampf auf der Alm: Bielefelds Reinhold Yabo (rechts) gegen Ingolstadts P. Rosa Silva. Foto: Oliver Schwabe

»Ich bin richtig sauer, dass wir wieder unsere Torchancen nicht nutzen. Wir hätten schon führen müssen und schlafen dann bei einem Standard. Dann nimmst du dir in der Halbzeit vor, konsequent zu verteidigen und machst das nicht. Dann war es schwer«, sagte DSC-Trainer Uwe Neuhaus nach dem Spiel.

Arminia begann mit der selben Startelf wie eine Woche zuvor beim 1:1 auf St. Pauli . Auch Linksverteidiger Florian Hartherz, der sich in Hamburg am Sprunggelenk verletzt hatte, meldete sich fit.

DSC wollte unbedingt den vierten Heimsieg in Folge

Der DSC wollte unbedingt den vierten Heimsieg in Folge, den ersten Torschuss gab es von Fabian Klos nach 50 Sekunden. Arminias Toptorjäger hatte auch die erste Großchance der Partie. Doch nach einem langen Ball von Brian Behrendt und einer Kopfballablage von Andreas Voglsammer traf Klos den Ball nicht richtig und verfehlte das Tor um wenige Zentimeter (11.). Sieben Minuten später war es Rechtsaußen Jonathan Clauss , der die Kugel eroberte und in den Strafraum zog. Sein Linksschuss ging allerdings nur ans Außennetz, ein Pass in die Mitte wäre wohl die bessere Option gewesen.

Der DSC blieb spielbestimmend, hatte 77 Prozent Ballbesitz – und musste in der 31. Minute den Rückstand hinnehmen. Clauss verlor in der Offensivbewegung den Ball, Dario Lezcano holte anschließend eine Ecke heraus. Diese schlug Sonny Kittel in den Strafraum, wo Stefan Ortega Moreno unter dem Ball hersprang. Marcel Gaus musste nur noch einschieben zum 1:0 für den FCI.

Kurz vor der Pause war Arminias Torwart aber zur Stelle. Erst parierte Ortega Moreno einen Schuss von Kittel und direkt danach noch den Kopfball von Ex-Armine Konstantin Kerschbaumer (44.), der in der Vorsaison mit acht Toren und sechs Vorlagen im DSC-Dress geglänzt hatte.

Spiel plätscherte bis zum Ende ohne weitere echte Höhepunkte

Kurz nach Wiederbeginn parierte Ortega Moreno mit dem rechten Fuß stark gegen Kutschke (47.). Doch nur eine Minute später stand es 0:2. Nach Flanke von Kittel traf Kutschke per Kopf.

In der 59. Minjute reagierte DSC-Trainer Uwe Neuhaus mit einem Doppelwechsel: Für Yabo und Clauss kamen Nils Seufert und Keanu Staude.

Das brachte aber auch nichts, stattdessen erhöhte Ingolstadt sogar auf 0:3. Nach einem Fehler von Hartherz war der gerade eingewechselte Thomas Pledl frei durch und spitzelte den Ball an Ortega Moreno vorbei ins Netz (63.). Damit war das Spiel entschieden und plätscherte bis zum Ende ohne weitere echte Höhepunkte vor sich hin, bis die Bielefelder durch einen direkt verwandelten Freistoß von Voglsammer doch noch zum Ehrentreffer kamen (89.). Immerhin der schönste Treffer des Tages.

Erst am Montag, 29. April, bestreiten die Arminen ihr nächstes Punktspiel, dann beim Schlusslicht MSV Duisburg.

Bielefeld: Ortega Moreno – Brunner, Behrendt, Börner (82. Salger), Hartherz – Prietl – Weihrauch, Yabo (59. Seufert) – Clauss (59. Staude), Klos, Voglsammer

Ingolstadt: Tschauner – Neumann, Kotzke, Paulsen, Otavio – Gaus, Cohen – Kerschbaumer (59. Pledl), Kittel – Kutschke (72. Krauße), Lezcano (86. Kaya)

Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart)

Zuschauer: 15.880

Tore: 0:1 Gaus (31.), 0:2 Kutschke (48.), 0:3 Pledl (63.), 1:3 Voglsammer (89.)

Gelbe Karten: Weihrauch (2) / -

Kommentare

Hoffentlich wird die neue Saison nicht mehr von Herrn Arabi geplant. Das erschreckende Beispiel seiner Einkaufspolitik haben wir am Ostersonntag gesehen.

Bündnis Ostwestfalen

Jetzt muss der nächste Schritt in Angriff genommen werden. Schuldenfrei ist der Verein. Nun muss die Stabilidierung in der 2. Liga erfolgen. D. H. , Verstärkzng sämtlicher Manschaftsteile. Spieler für die es in der 2. Liga nicht reicht od. nur Mitläufer sind bitte verabschieden. Nach der Stabilisierung in der 2. Liga muss das nächste Ziel anvisiert werden. 1. Liga! Nein, das ist nicht größenwahnsinnig! Nur wer groß denkt kann auch großes erreichen!!!

Liest sich aber immerhin schön

Mal eine Frage für Ballbesitz- Fetischisten: was helfen am Ende 72% Ballbesitz (laut kicker), wenn man nichts Gescheites mit der Kugel anzufangen weiß?

Angeblich geht es ja um Fernsehgelder, aber die Mannschaft scheint dieser Umstand noch nicht erreicht zu haben. Oder auch der, daß man in Duisburg sicherlich sehr genau auf diesen Auftritt geschaut hat...

Ohne Klos nix los

Das Spiel,man kann es schon seit Wochen sehen,ist ausschließlich auf Klos und Voglsammer zugeschnitten. Das ist zu wenig.Prietl,Weihrauch,Clauss,Yabo,später Staude und Seufert,die sind die Ballkünstler schlecht hin nur mit dem Toreschiessen,dem Drang zum Tor,null Effizienz,null nachrücken,an Harmlosigkeit nicht zu über bieten.Das ist für jeden Gegner einfach zu verteidigen.DIe Abwehr
brauchen wir doch nicht drüber reden,wurde doch schon alles gesagt,seit Jahren kriegt es Arabi nicht hin Leute mit Klasse zu holen.Ich sage es nochmal,mit Arabi als GSP ist Mittelmäßigkeit angesagt,maximal. Will irgend jemand mehr muss er Arabi raus fordern. Aber da gibts immer noch nen paar Blinde die es nicht kapieren.Lasst uns so weiter machen wenn man mit Mittelmäßigkeit zufrieden ist oder lehnt euch endlich auf gegen diese Lusche.

Qualität..

Diese Niederlage war eher zufälliger Natur,das hat mit individueller Qualität überhaupt nix zu tun.Ich hinterfrage natürlich nicht den Sportchef,der kann für diese lustlosen Profis natürlich überhaupt nix in diesem Verein.Dem Trainer mache ich ich auch keinem Vorwurf,der kann am wenigsten für diese Einstellung,konnte Jeff übrigens auch nicht.Ich vermute,das die gefärbten Frühstückseier schlecht waren und damit ist für mich eindeutig,das der Osterhase Schuld an dieser Leistung ist,stimmts Herr Laufer?

Ballbesitz

Ein Hoch auf den Ballbesitzfußball. 77% aber 0:1 zurück!
Die Mannschaft hätte heute lieber im Osternest bleiben sollen. Ich kann voll verstehen, das Neuhaus sauer war und wohl noch ist. So kann man nicht gewinnen. Ich denke das diese Leistung noch einige Rückschlüsse auf die Kaderplanung gegeben hat. Auch Herr Neuhaus muss sehen, das er so die Tabellenmitte in Liga 2 nicht verlassen wird. Herrn Staude sollte man mal für ein Jahr in Liga 3 ausleihen, damit er dort Spielpraxis sammeln kann.

Traurig, traurig

Was der DSC heute abgliefert hat, ist eine Sauerei den 15ooo Zuschauern gegenüber, die bei bestem Osterwetter ihren Verein unterstützen wollten. Wo war der Mut und der Wille, nach dem Rückstand das Spiel noch zu drehen ? Deises ständige Zurückspielen und die sinnfreien Ballpassagen vor dem eigenen Tor, machen mich wahnsinnig. Hinten werden keine Tore geschossen. Wo sind die Spieler mit Drang zum Tor ? Wo sind die Spieler, die den eigenen Kasten verteidigen können ? Orientierungslose Abwehrreihen mit gravierenden Stellungsfehlern (Prietl/Hartherz), dazu ein Kapitän, der nur durch einen guten Refelx seines Torhüters nicht selbst ein Gegentor zu verantworten hatte. Clauss, ich sagte es schon mal, ist spielerisch und vom Einsatz her ein absoluter Lichtblick. Voglsammer ohne jegliche Raffinesse. Körpereinsatz und drauf, ohne mal den Verstand einzuschalten. Da wartet ein Haufen Arbeit für die nächste Saison.

Teure Niederlage

Die Rechnung für diese dämliche Niederlage wird uns nächstes Jahr in Form eines siebenstelligen Fehlbetrages bei den Fernsehgeldern präsentiert werden. Anstatt einen Retortenclub mit deutlich größeren Möglichkeiten aus der Liga zu schießen, machen wir sie wieder stark. Fehlt noch der Begleitschutz für den SC Paderborn auf dem Weg in die Bundesliga in 2 Wochen. Wenn man der Niederlage überhaupt etwas Positives abgewinnen kann: wir werden uns nicht auf einen Platz wurschteln, der uns wieder Sand in die Augen streut. Ich gehe davon aus, dass wir genügend Fachleute im Club haben, die wissen, wo man den Hebel anzusetzen hat.

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