DSC-Leihgabe Nikolai Rehnen ist Stammkeeper bei Fortuna Köln Sein Ziel ist die Bundesliga

Steinhagen (WB). Seine ersten Schritte auf dem Rasen machte Nikolai Rehnen bei der Spvg. Steinhagen. 2007 folgte der Schritt in die Jugend von Arminia Bielefeld. Heute ist der 21-Jährige als Fußballprofi in seiner Geburtsstadt Köln aktiv.

Von Paul Huxohl
Nikolai Rehnen ist die unangefochtene Nummer eins von Drittligist Fortuna Köln. Der Steinhagener verpasste in der laufenden Saison noch keine Spielminute.
Nikolai Rehnen ist die unangefochtene Nummer eins von Drittligist Fortuna Köln. Der Steinhagener verpasste in der laufenden Saison noch keine Spielminute. Foto: imago

Insgesamt elf Jahre spielte Rehnen, dessen Familie in Steinhagen wohnt, für die Jugendteams des DSC Arminia Bielefeld, durchlief die Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) und stieg mit der U17 im Jahr 2012 in die Bundesliga auf. »Ich habe fast meine ganze Fußballlaufzeit bei Arminia verbracht. Von daher habe ich viele schöne Erinnerungen, die man nicht so schnell vergisst«, erinnert er sich gerne zurück.

Noch keine Spielminute verpasst

41 Oberliga-Einsätze in der U23 des DSC stehen zu Buche. Auf seinen Durchbruch in Liga 2 wartete Rehnen in der vergangenen Spielzeit vergeblich und blieb als Nummer zwei hinter Stefan Ortega Moreno ohne Einsatz. Im Sommer folgte das Leihgeschäft zu Fortuna Köln. Dort, in der 3. Liga, avancierte der 21-Jährige auf Anhieb zum Stammkeeper und hat in der laufenden Saison noch keine Minute verpasst (17 Einsätze).

Bis Sommer 2020 läuft Rehnens Kontrakt in der Südstadt. Danach soll es für den dreifachen U20-Nationalspieler zurück zum DSC gehen: »Ich freue mich auf die Rückkehr. Trotzdem ist es noch weit weg und deswegen konzentriere ich mich erst Mal auf Fortuna.«

Lob von Ex-Trainer Koschinat

»Wir hatten ein Stück weit Glück, aber vor allem einen herausragenden Torhüter.« Zugegeben, wer so ein Lob von seinem Trainer bekommt, der darf stolz auf sich sein. In dem Fall geht es um Nikolai Rehnen, der vom damaligen Fortuna-Coach Uwe Koschinat zum Matchwinner beim 1:0 gegen den VfR Aalen gemacht wurde. Während Koschinat wenige Tage nach dieser Würdigung im Oktober zu Zweitligist SV Sandhausen wechselte, fühlt sich Rehnen in der Domstadt pudelwohl: »Ich bin dankbar, dass ich hier Spielpraxis bekomme.«

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Ein Ziel ist, irgendwann Bundesliga zu spielen.

Nikolai Rehnen

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»Für mich gehört er zu den stärksten Torhütern in der Luft«, behauptet Koschinat. »Was der Junge aus seinem Strafraum rausholt, wie mutig er den Fünfmeterraum verlässt, das ist herausragend«, führt der 47-Jährige im Gespräch mit dem »kicker« fort. Derzeit rangieren die Kölner auf Platz 16, und damit nur einen Zähler vor den Abstiegsrängen.

»Aufgaben bei Fortuna im Fokus«

Zwar erwischte Nachfolger Tomasz Kaczmarek, der Erfahrungen als Co-Trainer der ägyptischen Nationalmannschaft aufweisen kann, einen schwachen Start mit drei deutlichen Niederlagen und einem Remis, doch auch unter dem polnischen Fußballlehrer ist der Platz im Gehäuse von Fortuna Köln eine Konstante. Neben dem Klassenerhalt mit Köln hat Rehnen für die Zukunft weitere Fortschritte im Auge: »Ein Ziel ist, irgendwann Bundesliga zu spielen.« Er fügt aber an: »Das ist Zukunftsmusik, erst einmal stehen meine Aufgaben bei Fortuna im Fokus.«

Auch Koschinat sieht viel Steigerungspotenzial bei der Bielefelder Torwarthoffnung: »In Sachen Taktik hat er sicherlich noch etwas aufzuholen. Aber wir kritisieren da auf sehr hohem Niveau.«

»Spätzünder« in der Bundesliga

Christian Mathenia und Michael Esser verbindet nicht nur eine Darmstädter Vergangenheit. Sie sind derzeit Nummer eins bei einem Klub der 1. Bundesliga und gelten als »Spätzünder«, weil sie erst im zweiten Anlauf den Sprung in die oberste Liga geschafft haben.

Allen voran Esser, derzeit Torwart von Erstligist Hannover 96. Im Alter von 28 Jahren feierte er sein Bundesliga-Debüt für Darmstadt. Vor fünf Jahren spielte der heute 31-Jährige noch in der Regionalliga. Mathenia vom 1. FC Nürnberg kann 76 Partien in der höchsten Spielklasse aufweisen, dabei spielte er mit 22 noch für die U23 von Mainz 05.

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