Trainer Saibene und Arminia wollen in Aue raus aus dem Stimmungstief – mit Video Sogar der Vollmond nervt

Bielefeld (WB). Jeff Saibene hat es gerade nicht ganz leicht. Die nun schon drei Spiele andauernde Niederlagenserie von Arminia Bielefeld drückt auf die Stimmung des Trainers. Und dann machte dem Luxemburger auch noch der Vollmond das Leben schwer.

Von Sebastian Bauer
Voller Energie: Mit einem Sieg in Aue wollen die Arminen raus aus der Negativspirale.
Voller Energie: Mit einem Sieg in Aue wollen die Arminen raus aus der Negativspirale. Foto: Thomas F. Starke

»Wir sind alle unzufrieden mit den letzten Wochen«, betont der Trainer. Aber vor allem in den vergangenen Tagen mussten sich die Leute rund um Jeff Saibene in Acht nehmen. »Ich bin als Mensch nicht immer so einfach, wie es aussieht. Ich spüre etwa, wenn Vollmond ist. Das drückt auf die Stimmung. Dazu noch die drei Niederlagen. Puh«, sagt der 50-Jährige und pustet einmal kräftig durch.

Immerhin: In Sachen Himmelskörper ist Besserung in Sicht. Der Mond nimmt wieder ab, Saibenes Gemütsverfassung hellt sich auf, wie der Coach versichert: »Ich habe wieder gute Laune.«

In den entscheidenden Phasen defensiv zu leichtfertig

Schütz vor Comeback

Nicht ausgeschlossen ist das Comeback von Mittelfeldspieler Tom Schütz. Nach einer mehrwöchigen Pause wegen Achillessehnenproblemen hat sich der 30-Jährige zurück gekämpft und ist gegen Aue zumindest ein Kandidat für den 18er-Kader. Trainer Jeff Saibene will sich aber noch nicht festlegen, ob Schütz tatsächlich dabei sein wird: »Er hat zwei-, dreimal voll mittrainiert und einen guten Eindruck gemacht. Wir müssen schauen, wie weit er ist und ob er sich bereit fühlt.«

Ein nachhaltiger Stimmungsaufheller soll nun die anstehende Dienstreise nach Sachsen sein, wo der DSC am Samstag (13 Uhr) beim FC Erzgebirge Aue antritt. Es ist Spiel eins nach den drei Niederlagen gegen Köln (1:3), Bochum (0:1) und Fürth (2:3). Eine Phase, in der sich zeitweise ansehnlicher Bielefelder Fußball mit haarsträubenden Fehlern zu drei Nullrunden in der 2. Liga mischten.

Vor allem das 2:3 nach 2:0-Führung gegen Fürth sorgte für Missstimmung bei den Arminen. »In den entscheidenden Phasen sind wir defensiv zu leichtfertig. Wir bekommen zu einfache Tore. Da, wo das Spiel entschieden wird, sind wir momentan nicht gut genug. Daran müssen wir arbeiten«, betont Jeff Saibene. Das Mittel zum Zweck: die Bälle einfach mal weghauen, um das Risiko zu minimieren.

In dieser Woche wurde viel gesprochen und Video geschaut. Alles verknüpft mit der Hoffnung, dass in Aue endlich die Kehrtwende gelingt. Schon einmal war eine Partie im Erzgebirge die Initialzündung für bessere Zeiten.

Vor genau einem Jahr erlebte der DSC wie 2018 alles andere als einen Goldenen Oktober. Auch damals reisten die Bielefelder mit drei Pleiten in Serie nach Aue. Nach einem 0:1-Rückstand zur Pause schaffte Arminia am Ende noch ein 1:1 und legte damit den Grundstein für wieder erfolgreichere Wochen.

»Wir können die Fehler im 4-4-2 und im 3-5-2 machen«

»Ich denke, dass es Zufall ist, dass wir dieselbe Phase nun wieder erleben. Wichtig ist, dass wir es damals abgestellt haben. Vor allem deshalb, weil wir wieder konsequenter in der Verteidigung waren«, erinnert sich Jeff Saibene.

Auf die Rückkehr der Konsequenz als Basis für den Sieg setzt man nun erneut. Mit welchem Personal ist laut Saibene dabei nicht maßgeblich: »Das System ist nicht entscheidend. Es sind Nuancen. Wir können die Fehler im 4-4-2 und im 3-5-2 machen. Wir haben schon in beiden Systemen gut gespielt.« Und eben verloren.

Und doch sind die Bielefelder überzeugt, endlich die Kurve zu kriegen. Eine gute Trainingswoche, die ausführliche Besprechung der Fehler und jede Menge positive Stimmung sollen dabei helfen. »Die ganze Mannschaft hat Zuversicht. Wir haben ein sehr gutes Klima im Team. Wenn wir die Fehler abstellen, dann kann es ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen«, meint der DSC-Trainer. Erst recht, weil der Vollmond wieder Geschichte ist.

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