Warum Arminias Trainer vom Neuzugang schwärmt – mit Video Saibene über Seufert: »Das kann man nicht lernen«

Bielefeld (WB). Wenn Jeff Saibene ins Schwärmen gerät, ist Arminias Trainer kaum zu bremsen. Das Thema Nils Seufert ist in der Pressekonferenz am Donnerstag eigentlich schon abgehakt, da stimmt Saibene auch noch die zweite Strophe des Hohelieds auf den Mittelfeldspieler an.

Von Dirk Schuster
Auf Anhieb Stammspieler: DSC-Coach Jeff Saibene traut Nils Seufert (rechts) sogar den Sprung in die 1. Liga zu.
Auf Anhieb Stammspieler: DSC-Coach Jeff Saibene traut Nils Seufert (rechts) sogar den Sprung in die 1. Liga zu. Foto: Thomas F. Starke

»Seufert hat die Gabe, Spielsituationen vorauszusehen. Das kann man nicht lernen, das hat man im Blut«, sagt der 50-Jährige. »Als ich ihn das erste Mal auf dem Betzenberg sah, habe ich gedacht: Der Junge hat was. Ich habe nie damit gerechnet, dass wir ihn bekommen könnten. Aber jetzt habe ich wirklich genug geschwärmt.«

Saibene bezeichnet Seufert (21, Vertrag bis 2021), den der DSC im Sommer vom Zweitligaabsteiger 1. FC Kaiserslautern nach Ostwestfalen holte, zuvor schon als denjenigen, »der im zentralen Mittelfeld unser Spiel leitet«.

Zusätzliche Motivation statt Last

Den jungen Profi macht das stolz. »Das ist für mich weniger eine Last als vielmehr eine zusätzliche Motivation«, erklärt Seufert. Dass Arminia sich im Vergleich zur Vorsaison spielerisch weiter verbessert habe, liege nicht zuletzt auch am Neuzugang, sagt Saibene. »Nils hat einen Rieseneinfluss. Er gibt unserem Spiel noch einen Touch mehr Fußball.«

Und Saibene traut seinem Spieler noch viel mehr zu. »Er hat zum jetzigen Zeitpunkt unsere Erwartungen übertroffen. Und er wird mit den Spielen immer noch besser werden. Er ist so jung, hat so viel Potenzial. Wenn seine Entwicklung so weitergeht, wird er ein Bundesligaspieler.« Und zwar nicht irgendeiner, sondern »ein richtig guter«.

Auf die Frage, wann und mit welchem Klub er den vom Trainer prophezeiten Schritt in die 1. Liga denn gehen werde, antwortet Seufert: »In zwei Jahren mit Arminia, von mir aus auch schon in einem Jahr – das wäre das Beste, was passieren könnte. Aber es ist alles nur Träumerei.«

Wegweisendes Spiel gegen Berlin

Die Realität heißt 2. Liga, 6. Spieltag, Union Berlin (Samstag, 13 Uhr, Schüco-Arena). »Ein guter Gegner«, urteilt Seufert über den Tabellensechsten und meint vor der Englischen Woche mit den weiteren Partien am Dienstag in Darmstadt und am darauffolgenden Freitag gegen Köln: »Dieser Dreierpack ist auf jeden Fall weichenstellend. Man wird sehen, ob es eher nach oben geht, man im Mittelfeld stecken bleibt oder ob man sogar nach unten rutscht.«

Dass die DSC-Trainer jedem Spiel eine Videoanalyse folgen lassen, genügt Seufert nicht. »Ich nehme mir die Sky-Übertragungen auf und gucke mir zu Hause noch mal die kompletten 90 Minuten an«, sagt er. Damit er sehen kann, was gut war und was noch besser werden muss. Saibene fordert von Seufert »mehr Abschlüsse, auch aus der Distanz«.

Seufert ist gegen Berlin gesetzt, und auch Fabian Klos hat sich nach seinen Oberschenkelproblemen fit gemeldet. Der Stürmer konnte Donnerstag trainieren. Einem Einsatz steht nichts im Weg.

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