Arminias Mittelfeldspieler hat seine ganz eigene Zweikampftechnik Seufert stochert gerne

Bielefeld (WB). Man möchte nicht in Jeff Saibenes Haut stecken. Der Saisonauftakt in Heidenheim hat gezeigt, dass sich Arminias Trainer vor dem Heimstart gegen Dynamo Dresden am Samstag (15.30 Uhr) wegen seines Personals erneut den Kopf zerbrechen muss.

Von Sebastian Bauer
Scheut keinen Zweikampf: Arminias Nils Seufert (rechts), hier im Duell mit Werder Bremens Max Kruse.
Scheut keinen Zweikampf: Arminias Nils Seufert (rechts), hier im Duell mit Werder Bremens Max Kruse. Foto: Thomas F. Starke

Das gilt insbesondere für die Besetzung des zentralen Mittelfelds. Stark war das Duo Nils Seufert/Manuel Prietl gegen Heidenheim. Sogar so überzeugend, dass man gegen Dresden nicht unbedingt etwas ändern müsste. Allerdings: Routinier Tom Schütz ist wieder vollkommen gesund. Und gerade Schütz’ feines Füßchen bei Standards ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium für eine Startelfberufung. Als Vierter im Bunde macht auch noch Max Christiansen Druck.

Für den jungen Seufert (21) spricht seine Leistung gegen den FCH: Spielfreude gepaart mit Kampfgeist hinterließen einen guten Eindruck. Auch weil der keinesfalls stämmig gebaute Nils Seufert (1,80 Meter, etwa 70 Kilogramm) für die Mann-gegen-Mann-Duelle, die er nicht scheut, seine ganze eigene Taktik hat: »Man erwartet das bei mir nicht, das kriege ich oft zu hören. Ich bin einer, der Richtung Ball stochert. Der da ekelhaft ist, aber nicht so auf den Körper geht. So klaue ich gerne den Ball. Ich bin nicht der Monster-Zweikämpfer, so sehe ich auch nicht aus.«

Fühlt sich an Prietls Seite wohl

Und wie fand der Neue selbst sein Debüt? Zufrieden sei er mit seiner Leistung schon gewesen, räumte aber ein: »Es gibt noch Abstimmungsfehler und kleine Ungenauigkeiten, das gehört so früh in der Saison dazu.«

In einigen Trainingsformen am Mittwoch lief allerdings nicht Seufert, sondern Schütz neben Manuel Prietl auf. Erst im abschließenden Spielchen änderte Saibene das und mischte im Mittelfeld durch. An der Seite des erfahrenen Prietl (27) hat es Seufert gegen Heidenheim jedenfalls gefallen: »Es war ein Topspiel von ihm. Ich fühle mich sehr wohl neben ihm, muss ich sagen.«

In die Schüco-Arena kommt nun jedoch ein anderes Team als die unbequemen, teils eklig spielenden Heidenheimer. Dynamo versucht, vieles fußballerisch zu lösen. Spricht das doch für Schütz und gegen den im Zweikampf gern »ekelhaften« Seufert? Der Neuzugang versteckt sich vor diesem internen Konkurrenzkampf jedenfalls nicht: »Es ist gut, das pusht einen, das brauchen wir, um eine gute Saison zu spielen. Wenn der Konkurrenzkampf da ist, ist es perfekt.« Bedeutet nichts anderes als: Jeff Saibene wird sich definitiv den Kopf zerbrechen müssen.

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