Zukunft des Arminia-Talents (17) weiter offen Saibene kämpft um »Goldjunge« Massimo

Bielefeld (WB). Roberto Massimo hat seinen Stammplatz für das letzte Auswärtsspiel von Arminia Bielefeld am Sonntag (15.30 Uhr, Millerntorstadion) beim FC St. Pauli schon sicher. Das sagte DSC-Trainer Jeff Saibene am Mittwoch: »Er wird spielen.« Was nach dieser Saison mit dem 17-Jährigen passiert, ist aber weiter offen.

Von Jens Brinkmeier
Kaum zu stoppen: Arminias Youngster Roberto Massimo (17) wird immer besser.
Kaum zu stoppen: Arminias Youngster Roberto Massimo (17) wird immer besser. Foto: Thomas F. Starke

Massimos Vertrag bei Arminia läuft noch bis zum 30. Juni 2019. Die Bielefelder würden lieber heute als morgen langfristig verlängern. Doch längst sind deutlich größere und finanzstärkere Vereine auf das DSC-Juwel aufmerksam geworden.

Kein Wunder, denn der Offensivspieler wird immer besser. Am Freitag, beim 3:2 über den 1. FC Kaiserslautern, spielte er erstmals 90 Minuten in der 2. Liga. Zum vierten Mal in Folge stand Massimo in der Startelf.

Wechsel nur eine Frage der Zeit

Gegen die Roten Teufel machte er sein bisher bestes Spiel . »Dass sich andere Klubs mit ihm beschäftigen, nimmt er sehr locker. Er ist schon sehr reif und ein absoluter Topspieler für sein Alter. Er ist ein Goldjunge«, lobte Saibene den Youngster.

Der Coach hofft natürlich, dass Massimo bei Arminia bleibt. »In dem Alter ist die Karriereplanung extrem wichtig. Er muss spielen. Ich würde ihm raten, bei uns zu bleiben und weiter zu reifen«, so Saibene, der sich aber keinen Illusionen hingibt: »Früher oder später wird er wechseln, das ist eine Frage der Zeit.«

Sollte der umworbene Jungprofi einen neuen Vertrag beim DSC unterschreiben, würde der Klub bei einem Wechsel deutlich mehr Geld kassieren können. Im Winter soll der FC Schalke 250.000 Euro geboten haben, Arminia lehnte ab.

Zweitligadebüt im Hinspiel gegen St. Pauli

Im Hinspiel gegen St. Pauli, beim 5:0 am 1. Dezember , hat Massimo übrigens sein Zweitligadebüt gegeben. Damals wurde er in der 83. Minute eingewechselt.

Nur ein Jahr älter ist Can Özkan. Der Rechtsverteidiger feierte gegen Kaiserslautern sein Startelfdebüt in der 2. Liga, weil Florian Dick gelbgesperrt fehlte. Wegen Wadenproblemen musste Özkan zur Pause in der Kabine bleiben.

»Da wollte ich kein Risiko eingehen«, erklärte Saibene, der den Debütanten lobte: »Er hat seine Sache gut gemacht, war stabil und hatte auch ein, zwei gute Offensivaktionen. Grobe Fehler hat er überhaupt nicht begangen. Ich war zufrieden mit ihm.«

Dick oder Özkan? Noch keine Entscheidung in Sachen Startelf

Ob Dick (33) am Sonntag in die Startelf zurückkehrt oder erneut Özkan den Vorzug bekommt, wollte der Trainer am Mittwoch nach dem Training nicht verraten. Auch Patrick Weihrauch sei eine Option. Özkan jedenfalls nahm Mittwoch beschwerdefrei am Training teil.

Gleiches galt für Stephan Salger (28). Der Vertrag des vielseitigen Abwehrspielers läuft im Sommer aus, der Abschied schien beschlossene Sache. Doch am Mittwoch sagte Saibene, eine Verlängerung sei noch möglich. Salgers starke Leistungen nach den Ausfällen von Julian Börner und Brian Behrendt haben den Coach ins Grübeln gebracht. Saibene: »Wenn er spielt, ist er immer gut.«

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