Arminia gegen Kiel: Bei Sieg wohl gerettet, bei Niederlage in großer Gefahr – mit Videos Hoffen oder bangen

Bielefeld (WB). Greift Arminia Bielefeld noch mal ins Aufstiegsrennen der 2. Liga ein, oder muss der DSC doch noch um den Klassenerhalt bangen? Die Antwort auf diese Frage gibt es am Sonntag (13.30 Uhr) auf der Alm. Gegner ist der Tabellendritte Holstein Kiel.

Von Jens Brinkmeier
Wie im Hinspiel gegen Dominik Schmidt (rechts) will sich Arminias Kapitän Julian Börner in jeden Zweikampf werfen.
Wie im Hinspiel gegen Dominik Schmidt (rechts) will sich Arminias Kapitän Julian Börner in jeden Zweikampf werfen. Foto: Thomas F. Starke

Die Gäste (44 Punkte) könnten mit einem Sieg sogar auf Platz zwei vorrücken, weil der 1. FC Nürnberg (47) am Samstag nicht über ein 1:1 bei Dynamo Dresden hinauskam und nun bereits seit fünf Spielen sieglos ist.

Die aktuell sechstplatzierten Arminen (38) hingegen würden mit einem Erfolg wieder auf drei Punkte an Kiel und Platz drei heranrücken. Sollte es allerdings die zehnte Saisonniederlage geben, könnte der Vorsprung auf Platz 16 – bei den entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz – auf zwei Punkte zusammen schmelzen.

Das ist auch Arminia-Trainer Jeff Saibene bewusst: »Wir sind ja nicht naiv.«  Da die Bielefelder aber recht konstant punkten, glauben sie bei aller Vorsicht, dass es klappen müsste mit dem Klassenerhalt. Mit einem Sieg heute wäre man so gut wie durch. Dafür müsste die Defensive gut stehen. 

Starke Offensive

Denn die größte Stärke des Aufsteigers aus Kiel ist die Offensivkraft. Das sagt auch Saibene: »Kiel ist sehr offensiv ausgerichtet und hat viele Spieler, die vorne gefährlich werden können. Es kann für uns ein unangenehmes Spiel werden.« Mit 53 Toren in 27 Partien stellen die »Störche« den besten Angriff der Liga.

Dass Kiel am Aufstieg schnuppert, hat nicht nur den DSC-Coach überrascht. »Kaum jemand wird damit gerechnet haben, dass Kiel jetzt da oben steht. Sie haben ihre Leistung aber über die gesamte Saison konstant bestätigt«, lobt der Luxemburger.

Saibene betont außerdem: »Die Effizienz zeichnet sie aus.« Das mussten die Bielefelder im Hinspiel am eigenen Leib erfahren. Während der DSC beste Chancen ausließ, machten die Kieler aus zwei Chancen zwei Tore und gewannen im Oktober mit 2:1 . Arminias Offensivakteur Leandro Putaro ist überzeugt, dass heute die Revanche gelingt: »Wir gewinnen 2:0«, sagt der 21-Jährige voraus.  

Saibene: »Das 4-1-4-1 passt gut zum Team«

In welchem System die Arminen heute antreten, könnte sich kurzfristig entscheiden. Zuletzt agierte der DSC dreimal in Folge in einem 4-1-4-1 und holte vier Punkte. Davor war man im 4-4-2 recht erfolgreich. »Das 4-1-4-1 passt gut zum Team, und wir haben viele Möglichkeiten, das Spiel zu gestalten. Das klappt aktuell sehr gut«, sagt Leandro Putaro, der im neuen System auf der rechten Seite im Mittelfeld beginnen würde.

Die Schüco-Arena dürfte gut gefüllt sein. Arminia rechnet mit mehr als 18.000 Zuschauern, davon etwa 1200 aus Kiel. Holstein-Trainer Markus Anfang erwartet »ähnliche 90 Minuten wie im Hinspiel . Ein zweikampfbetontes Spiel auf Augenhöhe, die Arminen werden auf Sieg spielen, und die Fans werden sie richtig unterstützen.«

Personell hat Jeff Saibene wenig Sorgen. Lediglich Stürmer Nils Quaschner befindet sich nach seiner Knie-OP weiter in der Reha.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Dick, Behrendt, Börner, Hartherz - Schütz - Putaro, Prietl, Kerschbaumer, Staude - Voglsammer

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