Verkauf des Stürmers könnte Arminias Ziele gefährden – Eintracht bestätigt Interesse Warum Klos wohl bleiben wird

Bielefeld (WB). Für Julian Börner war es »ein Dämpfer zur richtigen Zeit«. Mit 0:2 (0:1) verlor Zweitligist Arminia Bielefeld am Freitagabend in Essen sein letztes Testspiel in diesem Winter. »Es ist besser, wir versemmeln die Generalprobe und holen dafür bei der Premiere drei Punkte«, meinte Kapitän Börner mit Blick auf das erste Punktspiel im neuen Jahr am Mittwoch gegen Greuther Fürth (20.30 Uhr, Schüco-Arena).

Von Dirk Schuster
Beim Testspiel in Essen vermochte kein Armine zu überzeugen – auch Stürmer Fabian Klos nicht.
Beim Testspiel in Essen vermochte kein Armine zu überzeugen – auch Stürmer Fabian Klos nicht. Foto: Thomas F. Starke

Dass Trainer Jeff Saibene trotz der schwachen Vorstellung beim Viertligisten seine Startformation gegen die Franken verändern wird, erscheint unwahrscheinlich, denn: »Von den Reservisten hat sich im zweiten Durchgang keiner aufdrängen können«, so Saibene.

»Uns liegt weder für Klos noch für einen anderen Spieler eine Anfrage vor«

Damit dürfte auch Fabian Klos (30, Vertrag bis Juni 2019, drei Saisontore) seinen Startplatz für das Fürth-Spiel sicher haben. Einen kurzfristigen Wechsel des Angreifers zum Ligarivalen Eintracht Braunschweig schließt DSC-Sportgeschäftsführer Samir Arabi aus. »Fabian wird auch am Mittwoch noch einen gültigen Arbeitsvertrag bei Arminia haben«, hatte der 38-Jährige noch in Essen erklärt. Am Sonntag äußerte Arabi: »Uns liegt weder für Klos noch für einen anderen Spieler eine Anfrage vor.«

Dass die Eintracht Interesse hat, hat deren Sportlicher Leiter Marc Arnold gegenüber der »Braunschweiger Zeitung« allerdings klar zum Ausdruck gebracht: »Nach den vielen Ausfällen im Sturm, die wir in dieser Saison bereits verkraften mussten, sind wir auf der Suche nach einer Verstärkung in diesem Bereich. Fabian Klos ist dabei eine Personalie, mit der wir uns unter anderem beschäftigen.«

Teixeira oder Hemlein würde der DSC abgeben

Doch klar ist: Je länger die Braunschweiger sich Zeit lassen, desto unwahrscheinlicher wird ein Wechsel. Schließlich müssten auch die Arminen im Falle eines Klos-Verkaufs – im Raum steht eine Ablöse in Höhe von einer Million Euro – noch schnell einen neuen Angreifer verpflichten. Doch was, wenn dieser dann nicht einschlagen würde? Wollen die Arminen für eine schnelle Million wirklich den Klassenerhalt aufs Spiel setzen? Wohl kaum, weshalb es eher danach aussieht, als würde Klos in Bielefeld bleiben (müssen).

Während ein Klos-Transfer ein nicht unerhebliches Risiko darstellen würde, stünde einem Verkauf von Rechtsverteidiger Nils Teixeira (Vertrag bis Juni 2019) und Flügelspieler Christoph Hemlein (Vertrag bis Juni 2018) dagegen wenig im Weg. »Wenn eine Anfrage für einen dieser Spieler käme, würden wir uns damit auseinandersetzen«, erklärte Arabi. Saibene hatte für den Test in Essen beide nicht berücksichtigt und stattdessen Nachwuchskräfte wie Cerruti Siya, Semir Ucar und Can Özkan mitgenommen.

Derweil hat sich der Tabellenvorletzte Fürth für den Abstiegskampf an Sonntag mit Juniorennationalstürmer Fabian Reese (20, Leihgabe vom FC Schalke 04, sieben Bundesliga-Kurzeinsätze in der laufenden Serie) verstärkt. Ungeachtet dessen fordert DSC-Abwehrchef Börner: »Wir müssen die Alm zum Brennen bringen.«

Kommentare

»Wir müssen die Alm zum Brennen bringen.«
Wie oft haben wir solchen Sprüche in der Vergangenheit vor solchen 6-Punkte-Spielen gehört?
Und wie oft wurden DANACH Interviews gehört, wo erklärt wurde, warum die Mannschaft dann doch irgendwie den Biss hat vermissen lassen?
Am Mittwoch muss geliefert warden, um Fürth im Keller zu halten und selbst das nötige Selbstvertrauen zu tanken. Und wenn da nicht wirklich jeder sich das Ärmelfutter heraus reißt, dann kann Arabi diesen gleich mit auf die Verkaufsliste setzen. Die gute Stimmung nach den zuletzt wirtschaftlich positive Meldungen darf nicht sportlich zertrampelt warden. Fussball-Bielefeld wird sehr genau auf den rasen schauen.

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