Agenda Erste Liga 2020 ist nicht mitvereinbart »Total-Crash« verhindert

Kalt läuft es den Rücken herunter. Das hängt mit den wenigen Grad Celsius zusammen, die an diesem winterlichen Mittag der Presseraum der Schüco-Arena zustande bringt.

Von Friedrich-Wilhelm Kröger
Der Spielbetrieb der DSC Arminia Bielefeld kann weiter gehen.
Der Spielbetrieb der DSC Arminia Bielefeld kann weiter gehen. Foto: Thomas F. Starke

Und es liegt auch an der eindrücklichen Schilderung jener lebensbedrohlichen Verfassung, in der sich der DSC Arminia wenige Tage vor dem Weihnachtsfest 2017 befand. Wenn Geschäftsführer Markus Rejek die Formulierung »Total-Crash« benutzt, der vor noch nicht einmal einem Monat unausweichlich schien, dann gibt dies eine gute Ahnung der Angst der Arminen vor dem Aus.

Am Ende pleite, also doch. Das »System Arminia«, wie Rejek es nannte, stand unmittelbar vor dem Exitus. Finales Fiasko statt froher Festtage. Nun kommt es anders. Ein ebenso eilig wie intensiv entworfenes Sanierungskonzept mündet im »Bündnis Ostwestfalen«. Das ist eine kluge Wortschöpfung, weil sie auch gedanklich zusammenführen soll, was so bisher nicht immer zusammengehörte – die Region und ihren immer noch prominentesten Fußballverein.

Es sind längst nicht alle potenziellen Unterstützer am Start, die sich der Zweitligist im Zuge seines Neustarts wünscht und vorstellt. Es reicht aber zunächst, um auch die Neubesinnung deutlich zu machen: Nie wieder soll hier eine lizenzgetriebene Misswirtschaft betrieben werden, die den 112 Jahre alten Klub an den Rand des Ruins führt. Über das »Bündnis Ostwestfalen« auch unternehmerisches Wissen der Beteiligten nutzbar zu machen, auf diesem Weg neue Inspiration von außen zu erfahren, sollten weitere Vorteile sein. Sie runden die großzügigen Geldgaben ab.

Dennoch wäre jetzt wohl der Punkt gekommen, darauf hinzuweisen, dass mit dem gerade geschlossenen Pakt keine sportlichen Versprechen verbunden sind. Sie werden nun das Beste tun in Bielefeld, um eines Tages wieder eins raufzurutschen. Doch eine Agenda Erste Liga 2020 ist nicht mitvereinbart. So kann Fußball zwar funktionieren, muss aber nicht. Der Trick im Aufstiegsfall wäre ohnehin, nicht gleich wieder abzuschmieren wie zuletzt Greuther Fürth, Düsseldorf, Braunschweig oder Paderborn. Damit die Arminia-Renaissance in Zukunft wirtschaftlich Wirkung entfaltet, gibt es Vorgaben. Als Zweitligist wird die Gewinnzone wohl mit einer Platzierung unter den Top 6 erreicht. Das, zumindest, ist keine Utopie.

Kommentare

Romeo und Julia

Ha, ha an eine Liaison zwischen Lohmann und Paula habe ich auch schon gedacht :-). Vielleicht sollte Dr. Oetker zukünftig in seine Produktbeschreibungen und Rezepte einfügen: "Mit wertvoller Milch vom Bauer Lohmann" ;-)! Und zukünftig tanzen die beiden den SWB-Walzer nach den nun kommenden, zahlreichen Siegen und zukünftig durch Europa ;-)! Schönes WE

Sehr sachlich Herr Kröger..

Ein jeder mag seinen Kommentar und seine Meinung kund tun.Faktisch sind sie vollkommen auf der richtigen Seite.Emotional und so schätze ich die Lage von der Süd ein,ist es eine beispiellose Rettungstat von wirklichen Gönnern unserer Arminia.Arminia ist nicht nur Profifußball, Arminia ist erheblich mehr für viele Menschen in Ostwestfalen.Das wurde sehr deutlich und wurde auch von den Unterstützern so erkannt.Diese meine Stadt,mein Stadtteil ohne Arminia??? Undenkbar,nicht mehr lebenswert.Mahnend den Finger heben ob der finanziellen Gebaren ist in Ordnung. Arminia deswegen abzukanzeln,nicht gerecht.Die Wirtschaft stand hier lange Jahre im Wort,einige haben Wort gehalten und Löcher gestopft.Der große Befreiungsschlag kommt jetzt.Dafür bin ich sehr dankbar.Das wurde in der Stadthalle versprochen.Jetzt darf ich mich freuen und auch ein Krombacher auf bessere Zeiten mit Arminia trinken.Einen lieben Gruß an Dr.Oetker.Paula Oetker ist eine fantastische Partnerin für den Lohmann. Die beiden zusammen auf dem Almrasen wäre wunderbar an zu sehen... die Arminis hätten Spaß;))

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