Interview: Arminias Trainer weiß, dass keiner unverkäuflich ist Saibene: »Das bestimmende Thema war die Kaderplanung«

Bielefeld (WB). Der emotionale Saisonendspurt ist noch gar nicht richtig verarbeitet. Doch nicht mal zwei Wochen nach dem Happy End am letzten Zweitligaspieltag in Dresden ist Jeff Saibene (48) bereits intensiv mit den Planungen für die nächste Serie beschäftigt. Bis 2019 hat sich der Trainer an Arminia Bielefeld gebunden. Im Gespräch mit Dirk Schuster spricht der Luxemburger über finanzielle Zwänge, die Zukunft von Fabian Klos und ein treffsicheres Top-Talent.

Jeff Saibene will jedem Spieler eine faire Chance geben – auch den Rückkehrern Dennis Mast und Marco Hober.
Jeff Saibene will jedem Spieler eine faire Chance geben – auch den Rückkehrern Dennis Mast und Marco Hober. Foto: Starke

Sie sind kurz nach dem Saisonfinale in Ihre Schweizer Wahlheimat im Kanton Aargau gefahren. Werden Sie dort auf das, was Sie in und mit Bielefeld erlebt haben, angesprochen?

Saibene: Tagtäglich in der Stadt. Es ist unglaublich, wie sehr die Leute daran interessiert sind. Das Feedback ist wahnsinnig positiv.

Inwiefern unterscheidet sich Fußball in der Schweiz von Fußball in Deutschland?

Saibene: Es geht hauptsächlich um die Wahrnehmung. Das Interesse in Deutschland seitens der Zuschauer, der Medien ist viel, viel größer. Fußballerisch ist der Unterschied gar nicht so groß. Am ehesten vielleicht vom Stil her. In Deutschland wird robuster, physischer gespielt. Das gilt auch, wenn ich Arminia und den FC Thun (Saibenes Ex-Klub, von dem er im März zum DSC wechselte) vergleiche. Mit Arminia haben wir robuster gespielt, mit Thun vielleicht etwas gepflegter. Das hat aber sicher auch damit zu tun, dass man in der Schweiz einfach mehr Zeit zum Fußballspielen hat, denn der Gegner übt etwas weniger Druck aus. Den größten Unterschied macht allerdings das Drumherum aus.

Sind Sie erleichtert, dass das Vertragsthema erledigt ist?

Saibene: Samir Arabi (Sport-Geschäftsführer) und ich haben in der Zwischenzeit jeden Tag telefoniert und mehrmals über Transfers gesprochen. Wir waren uns eigentlich klar darüber, dass meine Vertragsverlängerung zustande kommt. Ich will nicht sagen, dass sie Nebensache war, aber das bestimmende Thema war die Kaderplanung.

Was Saibene zu den Verhandlungen mit Fabian Klos sagt lesen Sie am Pfingstwochenende, 3./4./5. Juni, im WESTFALEN-BLATT. Dort blicken wir auch auf die gesamte Saison der Arminen mit einer Fotoseite zurück!

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