Party zum 111. Geburtstag des DSC mit vielen Fans – 450 000 Euro aus der Anleihe sind das größte Geschenk Arminias Feiertag

Bielefeld (WB). Wer seinen 111. Geburtstag feiert, könnte unter Umständen angestaubt daher kommen. Arminia Bielefeld scheint auch im hohen Alter immer noch attraktiv und anziehend zu sein.

Von Sebastian Bauer
Mittelfeldspieler Christoph Hemlein versuchte sich an einem neuen Job und serviert Geschäftsführer Gerrit Meinke (links) und Präsident Hans-Jürgen Laufer eine Bratwurst.
Mittelfeldspieler Christoph Hemlein versuchte sich an einem neuen Job und serviert Geschäftsführer Gerrit Meinke (links) und Präsident Hans-Jürgen Laufer eine Bratwurst. Foto: Thomas F. Starke

Allein die Gästeschar bei Arminias Feiertag auf der Alm zeigte: Der DSC ist gefragt. Viele Hundert Fans waren am Dienstag zum Fest hinter die Osttribüne gekommen, um dem Klub zum 111. zu gratulieren. Anhänger, Sponsoren und Gönner waren es auch, die dem Verein das größte Geschenk machten. »Bislang haben wir schon 450 000 Euro aus der Fan-Anleihe, auf die Zeichner verzichten. Das hat unsere Erwartungen absolut übertroffen«, freute sich Geschäftsführer Gerrit Meinke. Neben im stand Präsident Hans-Jürgen Laufer, der darüber nicht weniger glücklich war und zustimmend nickte: »Es ist überragend, dass die Menschen den Verein so unterstützen. Wir freuen uns sehr.« Beide hoffen nun auf noch mehr Fans, die auf die Auszahlung der am 15. September fälligen Anleihe verzichten.

Grundsätzlich herrschte eine sehr gelöste Stimmung. »Würden wir jetzt noch im Abstiegskampf stecken, würde ich hier wohl nicht so entspannt meine Bratwurst essen. Es ist ein tolles Gefühl. Das war für den Gesamtverein eine rundum gelungene Saison«, betonte Laufer.

Und die kommende im 112. Jahr des Vereins soll nicht weniger interessant und erfreulich werden. Aller Voraussicht nach darf sich die Profiabteilung nämlich über eine Anhebung des Etats freuen, wie Meinke bestätigte: »Zumindest ein wenig mehr könnte möglich sein. Noch müssen wir diese Zahlen aber endgültig besprechen.«

Hesl und Schuppan verkaufen im Fanshop

In den Fokus rückte aber erst einmal das Sondertrikot, in dem die Arminen am Sonntag (15.30 Uhr, Schüco-Arena) beim letzten Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin auflaufen. Für das dunkelblaue Spielhemd hat Hauptsponsor Alpecin komplett die Brust geräumt. »Wir fanden die Idee des Trikots richtig charmant. Deshalb haben wir den Platz gerne freigemacht. Das Trikot soll ein reines Fantrikot sein«, sagte Sprecher Marcel Klöpping vom Bielefelder Unternehmen Dr. Kurt Wolff.

Das wahrscheinlich größte Geschenk für die Fans waren die Zweitligaspieler, die sich gestern unter das Partyvolk gemischt hatten. Sie bewiesen zum großen Geburtstag noch weitaus andere Talente als die gekonnte Ballarbeit. Verteidiger Sebastian Schuppan und Torwart Wolfgang Hesl halfen im Fanshop aus. Dank umfangreicher Vorerfahrung machten sie den neuen Job mit links. »Ich habe schon bei vielen Vereinen abkassiert«, scherzte Schuppan hinter der Verkaufstheke und ließ gleich die Kassen klingeln. Hesl versuchte sich sogar direkt als Verkaufsberater am Kunden. Dem kleinen Jonas (5) half der Keeper bei der Auswahl des richtigen Trikots. Für Hesl ein Klacks: »Meine Mutter hat früher in einem kleinen Tante-Emma-Laden gearbeitet. Da stand ich als kleiner Junge auch öfters hinter der Theke.«

Heiß her ging es dagegen bei Christoph Hemlein, David Ulm, Julian Börner und Felix Burmeister. Das DSC-Quartett stand am Grill und servierte Bratwürstchen. Und das alles bei herrlichem Wetter und Sonnenschein. »Auf Arminia ist eben immer ein Stück weit Verlass«, fasste Gerrit Meinke 111 Jahre DSC zusammen.

Lesen Sie hier eine weitere Geschichte zum DSC-Geburtstag:  Der Mann mit den 111 Trikots .

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