Arminia kann gegen Fürth einen großen Schritt machen – Schüco wieder Trikotsponsor »Nur noch durch die Tür gehen«

 (WB). »Wir haben die Tür weit aufgestoßen, jetzt müssen wir nur noch durchgehen«, hat Arminia Bielefelds Trainer Norbert Meier das Motto für das Zweitliga-Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr, Schüco-Arena) gegen Greuther Fürth ausgerufen.

Von Dirk Schuster
Arminias Trainer Norbert Meier.
Arminias Trainer Norbert Meier. Foto: Starke

Ein Satz wie eine Steilvorlage für Thomas Lauritzen. Der Sprecher des Bielefelder Unternehmens Schüco nahm den Ball auf und meinte: »Durch die Tür gehen – das passt.« Denn von der kommenden Saison an löst der Fenster- und Türenhersteller, der bis 2017 auch die Namensrechte am Stadion hält, die Dr. Wolff-Gruppe und deren Produkt Alpecin als Hauptsponsor ab und kehrt auf das DSC-Trikot zurück. »In Deutschland verbindet man Bielefeld mit Arminia. Darum ist die beste Visitenkarte, die man als Unternehmen haben kann, das Trikot des Klubs«, sagte Lauritzen.

Die Vereinbarung, erklärte der Sprecher, sei auch für den Fall des immer noch möglichen Abstiegs in die 3. Liga gültig. Lauritzen: »Es wird nicht mehr schief gehen. Aber wenn doch, dann machen wir es trotzdem.« Über die finanziellen Modalitäten des zunächst für eine Saison gültigen Vertrages machten der DSC und Schüco, das nach 1988 bis 1991 und 2010/2011 bereits zum dritten Mal als Arminias Trikotsponsor auftritt, keine Angaben. Die Kooperation dürfte dem Klub aber rund eine halbe Million Euro einbringen. In der 3. Liga fiele die Summe geringer aus.

Schüco-Vertrag würde auch in der 3. Liga bestehen bleiben

In welcher Klasse der DSC künftig auch kicken wird, »die neue Vereinbarung erleichtert die Planungen für die neue Saison«, erklärte Arminia-Geschäftsführer Gerrit Meinke und wertete das Engagement als »klares Bekenntnis zu Arminia«. Auch die Dr. Wolff-Gruppe, sagte deren geschäftsführender Gesellschafter Christoph Harras-Wolff, werde die »aktive Partnerschaft mit Arminia fortsetzen«. Harras-Wolff: »Wir sind vor zweieinhalb Jahren in einer für den Klub schwierigen Situation als Trikotsponsor eingesprungen. Mit dem Abstieg aus der 2. Liga, dem Wiederaufstieg, dem Pokal-Halbfinale und dem hoffentlich bald gesicherten Klassenerhalt haben wir eine Menge mit dem DSC erlebt.«

Den einen oder anderen Punkt sollten die Arminen allerdings schon noch hamstern. Oder einfach mal wieder ein Heimspiel gewinnen. Vor der Fürth-Partie bezieht Meier mit dem Team ein Kurztrainingslager. »Ich will die Jungs zusammenhaben«, erklärte er. Der Fokus solle uneingeschränkt auf das wichtige Spiel gerichtet werden. »Natürlich sind wir nicht zufrieden mit der Punktausbeute in dieser Saison in der Schüco-Arena«, sagte Trainer Meier und hofft, dass das Publikum am Sonntag wieder voll hinter dem Team stehen wird. Bei der jüngsten Heimpleite gegen Kaiserslautern (0:1) hatte es Pfiffe gegeben, worüber sich allen voran Kapitän Fabian Klos heftig echauffiert hatte. »Auch Fabian hat ein Innenleben. Er ist sensibler als es den Anschein hat«, warb Meier nachträglich um Nachsicht: »Das sind alles junge Leute mit Emotionen.«

Hohe Erwartungshaltung bei den Fans aufgrund der Vorsaison

Dass das Heimpublikum mehr vom DSC erwartet, hänge laut Meier auch mit der äußerst erfolgreichen Vorsaison zusammen. »Wir hatten im letzten Jahr in der Liga und im Pokal Riesenhighlights hier. An so etwas können sich die Menschen gewöhnen, das darf man ihnen nicht vorwerfen«, sagte der 57-Jährige, forderte aber auch »Demut vor dem, was alles passiert ist. Denn der Aufstieg war keine Selbstverständlichkeit.«

Genausowenig wäre es der Klassenerhalt. »Wir spielen, was mit dieser Mannschaft möglich ist«, sagte Meier und ließ damit wissen, dass im Hinblick auf die kommende Spielzeit Investitionen vonnöten seien. Lauritzen ließ durchblicken, dass nicht Stillstand, sondern Fortschritt das Ziel sei. »Wo es mit Arminia hingeht? In dieser Saison der Klassenerhalt, in der nächsten die 2. Liga – und dann gucken wir weiter«, sagte er.

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