Arminias Neuer aus Berlin hat Verletzung überwunden – Trainer Meier mit großer Auswahl Jopek tastet sich ran

Bielefeld (WB). Der Kampf um die Stammplätze bei Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld wird immer spannender. Am Montag war es richtig voll auf dem Trainingsplatz, und Neuzugang Björn Jopek war mittendrin.

Von Jens Brinkmeier
Ehrgeizig: Björn Jopek möchte bald eine tragende Rolle bei Aufsteiger Arminia übernehmen.
Ehrgeizig: Björn Jopek möchte bald eine tragende Rolle bei Aufsteiger Arminia übernehmen. Foto: Thomas F. Starke

Der Mittelfeldspieler, im Sommer von Union Berlin nach Ostwestfalen gewechselt, hatte sich bereits während der Vorbereitung am rechten Sprunggelenk verletzt, bisher kam der 22-Jährige in keinem Pflichtspiel zum Einsatz. Am vergangenen Freitag, im Test gegen Drittligist Hallescher FC (2:2) , konnte Jopek immerhin 55 Minuten mitwirken. »Das war mein erstes Spiel nach über einem Monat. Es war schwierig, wieder reinzukommen, weil Spritzigkeit fehlt und auch das Gefühl für das Spiel und die Abläufe«, erklärte der gebürtige Berliner. Seine Beschwerden seien soweit überstanden, dass er wieder dabei sein könne. Aber das reicht ihm nicht. »Ich will so schnell wie möglich angreifen und mir einen Stammplatz erarbeiten«, sagte Jopek. In der U23 aufzulaufen, um Spielpraxis zu sammeln, komme für ihn in Frage, »wenn es sein muss, denn Spiele braucht man. Dann spiele ich auch in der Oberliga. Aber dafür bin ich nicht hergekommen. Ich will mich oben durchsetzen«, sagte Jopek.

Trainer Norbert Meier wird den Ehrgeiz des Linksfußes, der gestern nach dem Training noch alleine Freistöße übte (Jopek: »Eine meiner Stärken«), gerne sehen. Der Chefcoach freut sich, dass derzeit nur drei Spieler fehlen (Manuel Hornig ist erkrankt, Jonas Strifler und Daniel Brinkmann in der Reha) und die damit verbundene hohe Trainingsbeteiligung. Der 56-Jährige weiß aber auch, was das bei nur 18 Kaderplätzen pro Zweitligaspiel bedeutet: »Heute waren 22 Feldspieler auf dem Platz, also müssten wir sechs streichen. Dass man Spielern wehtut, gehört zum Geschäft aber einfach dazu.«

Was ebenso zum Fußball gehört, sind hitzige Duelle im Training, auch verbal. So lieferten sich gestern Kapitän Fabian Klos und Mittelfeldspieler Manuel Junglas ein Wortgefecht der heftigeren Art. Meier ließ die Streithähne gewähren, der Trainer richtete den Blick lieber schon auf Samstag. »Mit Heidenheim kommt eine gute Mannschaft, die noch nicht verloren und durch den dritten Platz Selbstvertrauen hat. Das haben wir aber auch, der Sieg in Paderborn hat gut getan«, sagte der Trainer, der noch verriet, dass er am freien Wochenende trotzdem jede Menge Fußball geschaut habe: 3. Liga und EM-Qualifikation, dazu kam die Vorbereitung auf das Heidenheim-Spiel. »Als es zu viel Fußball im TV wurde, habe ich von meiner Familie aber die Ampelkarte gesehen«, scherzte Meier.

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