Arminias Kapitän von Sieg in Duisburg überzeugt – Sportchef Arabi sieht »Luft nach oben« Klos‘ Kampfansage

Bielefeld (WB). »Nur« 0:0 im ersten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt . Nach zwei Spielen kein Tor und kein Sieg, aber auch keine Niederlage. Bei Arminia Bielefeld bleibt man gelassen. Denn Fakt ist: Die Bielefelder »Sorgen« hätte Mit-Aufsteiger Duisburg gern.

Von Jens Brinkmeier
Die Frankfurter Manuel Konrad und André Weis stellen sich DSC-Kapitän Fabian Klos (von links) entgegen.
Die Frankfurter Manuel Konrad und André Weis stellen sich DSC-Kapitän Fabian Klos (von links) entgegen. Foto: Thomas F. Starke

Das Team von Arminias Ex-Co-Trainer Gino Lettieri ist nach dem DFB-Pokalwochenende der nächste Bielefelder Punktspielgegner (Sonntag, 16. August, 13.30 Uhr) und belegt in der 2. Liga nach zwei Spielen den letzten Platz. Dem 1:3 zum Auftakt daheim gegen den 1. FC Kaiserslautern folgte am Samstag ein 0:3 beim VfL Bochum. DSC-Sportchef Samir Arabi war Augenzeuge dieser Partie. »Der VfL hat sich anfangs schwer getan, ein abgefälschter Schuss zum 1:0 hat das ganze Spiel geändert. Dieses Glück hatten wir eben nicht«, sagt er.

Die Bielefelder Basis sei eine stabile Defensive. »Und offensiv müssen wir einfach effektiver werden«, fordert Arabi. Ob da ein weiterer Stürmer Abhilfe schaffen kann? Noch ist ein neuer Angreifer nicht in Sicht, das Transferfenster schließt heute in vier Wochen. »Wir müssen absolut überzeugt sein und werden sicher keinen Stürmer verpflichten, der nur den Kader aufbläht«, stellt der Sportchef klar.

»Ordentliche Leistungen gezeigt«

Trotz der bisherigen Sturmflaute: Sowohl beim 0:0 im Auftaktspiel  beim FC St. Pauli als auch am Freitagabend gegen Frankfurt »hat die Mannschaft ordentliche Leistungen gezeigt, aber es gibt definitiv noch Luft nach oben«, sagt Arabi. Am kommenden Montag kommt Erstligist Hertha BSC zum DFB-Pokalspiel auf die Alm. Mit einem erneuten 0:0, wie im Zweitrundenduell der Vorsaison im Pokal, könnten die Arminen erst einmal gut leben. Im Oktober 2014 setzte sich der DSC im Elfmeterschießen gegen die Berliner durch. »Wir möchten das Spiel natürlich gerne nach 90 Minuten für uns entscheiden. Aber wenn es wieder zum Elfmeterschießen kommt, versuche ich, auch da die Null zu halten«, blickt Arminias neuer Schlussmann Wolfgang Hesl voraus. Und zur Torflaute sagt der erfahrene Keeper: »Es muss einfach mal wieder ein Ball reingehen, egal wie. Dann ist das Selbstvertrauen wieder da, das ist reine Kopfsache.« Kapitän Fabian Klos teilte am späten Freitagabend via Facebook mit: »Positiv natürlich, dass wir wieder kein Gegentor bekommen haben, in Duisburg holen wir uns die 3 Punkte!«

Samir Arabi traut dem MSV zu, sich im DFB-Pokal das in der Liga verloren gegangene Selbstvertrauen zurückzuholen. »Sollten sie gegen Schalke die Sensation schaffen, wäre das sicher der Fall. Der Druck im Ligaspiel ist bei ihnen dennoch größer als bei uns. Aber falls wir dort gewinnen sollten, wären wir mit fünf Punkten nicht gesichert und Duisburg trotz weiter null Zählern nicht abgestiegen«, so Arabi. Schon vor der Saison habe er, ebenso wie Cheftrainer Norbert Meier, immer wieder darauf verwiesen, »dass es in der 2. Liga ganz, ganz eng zugeht. Düsseldorf gilt als Aufstiegskandidat und hat nach zwei Spielen erst einen Punkt. Da wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen und nicht in Panik verfallen.«

Keine Panikmache

Von Panikmache ist Norbert Meier weit entfernt. Freitagabend kritisierte er zwar die »viel zu lange Abtastphase in der ersten Halbzeit« und  auch das Auslassen der Torchancen: »Da müssen wir konsequenter sein.« Trotzdem war nach dem Auslaufen am Samstag gestern der obligatorische freie Tag, und auch heute müssen die DSC-Profis nicht zum Training. Morgen startet dann die Vorbereitung auf das Pokalspiel gegen Berlin.

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