Der Spenger Lennert Brinkhoff berichtet für die ARD von der Fußball-WM in Russland Dicht dran an der Nationalmannschaft

Spenge (WB). Ein Reporter-Traum wird wahr: Bei der heute beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft wird auch Lennert Brinkhoff regelmäßig zu sehen sein. Der in Spenge aufgewachsene TV-Moderator (»Sport im Dritten« beim SWR ) berichtet für die ARD aus Russland im Internet – und hat dabei nicht nur das Geschehen auf dem Rasen im Blick.

Von Alexander Grohmann
Schon vor Ort: Lennert Brinkhoff im 81.000 Menschen fassenden Moskauer Olympiastadion Luschniki, wo am Sonntag die deutsche Mannschaft ihr Auftaktspiel gegen Mexiko bestreiten wird. Der Spenger berichtet mit dem ARD-Sportschau-Team aus Russland.
Schon vor Ort: Lennert Brinkhoff im 81.000 Menschen fassenden Moskauer Olympiastadion Luschniki, wo am Sonntag die deutsche Mannschaft ihr Auftaktspiel gegen Mexiko bestreiten wird. Der Spenger berichtet mit dem ARD-Sportschau-Team aus Russland.

Probleme mit dem WLAN

Der Start verlief etwas holprig, denn die erste Sendung fiel aufgrund von WLAN-Problemen aus. »Das Netz am Trainingsplatz ist wahnsinnig schlecht«, berichtet Brinkhoff. Alle Sender sind betroffen. Auch im Luschniki-Stadion, wo am Sonntag das erste Gruppenspiel gegen Mexiko steigt, hat er schon vorbeigeschaut. »Wir reisen mit dem Sportschau-Team die ganze Zeit mit der Nationalmannschaft mit«, berichtet Brinkhoff. Sein Vorteil: Der Ostwestfale, der am Engeraner Widukind-Gymnasium Abitur gemacht hat, kennt Russland schon vom Confed Cup.

Probelauf beim Confed Cup

Beim WM-Probelauf 2017 ließ auch die ARD einen Testballon steigen. Brinkhoff war als ­Social-Media-Reporter im Einsatz, produzierte mit seinem Team Beiträge für Facebook und andere Kanäle. Und das kam gut an. Sein charmanter Live-Talk mit TV-Sternchen Palina Rojinski (Pro7) am Strand von Sotschi wurde mit einer Million Klicks zum Quoten-Hit. Der Sender legte sich fest: Das ­Format soll es auch bei der WM geben – und zwar wieder mit Brinkhoff am Mikro. »Die Aufgabe macht mir tierisch Spaß, das ist eine tolle Herausforderung«, sagt der junge Moderator.

Der 33-Jährige hat für sein Alter bereits reichlich TV-Erfahrung. Seit seiner Premiere 2015 bei »Sport im Dritten« des Südwestrundfunks hat der Arminia-Fan etwa 100 Sendungen moderiert. Dabei war Brinkhoff 2005 ursprünglich zum Studieren nach Stuttgart gezogen, um mal Fußballmanager zu werden. Doch es kam anders.

Seit Januar Russisch gelernt

In Russland wird aus dem ­Moderator aus Spenge nun wieder ein Außenreporter. Ein Ziel: den Zuschauer hinter die Kulissen der WM zu führen. Brinkhoff ist als Sportschau-Mitarbeiter ganz nah dran an »Der Mannschaft«, steht bei Trainingseinheiten am Platz und wird bei jedem deutschen Spiel aus dem Stadion berichten. ­Alles live zu sehen im Internet. Geplant sind interaktive Sendungen: »Die Leute können mir auf Facebook ihre Fragen schreiben.«

Vorbereitet hat sich der Experte auf das Großereignis auch mit einem Russisch-Kurs. Seit Januar paukt Brinkhoff die Sprache. Etwas Smalltalk ist durchaus drin. »Ich kann schon ein Stück Kuchen bestellen«, sagt er.

Treffen mit Kevin Kuranyi

In Moskau trifft Brinkhoff auch auf seinen alten Kumpel Kevin ­Kuranyi. Der Ex-Nationalspieler ist seit seiner Zeit bei Dynamo Moskau (2010 bis 2015) ein Star in Russland und wird von der ARD als Experte eingesetzt. »Er war der Gast in meiner ersten Sendung bei ›Sport im Dritten‹«, erklärt Brinkhoff die besondere Verbindung zum Russland-Kenner, auf dessen Insider-Kenntnisse er nicht nur vor der Kamera setzt. »Kevin kann mir in Moskau auch das eine oder andere gute Restaurant zeigen.«

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