Zwölf Spielorte in elf Städten bei der Weltmeisterschaft in Russland – mit Video Weite Reisen, LED-Wahnsinn, kurioser Anbau: Das sind die WM-Stadien

Moskau (WB/ts). Zwölf Stadien in elf Städten sind für die 32 Mannschaften die große Bühne bei der WM 2018. Ein Großteil wurde extra für die Weltmeisterschaft in Russland neu gebaut. Um von Arena zu Arena zu kommen, müssen WM-Fahrer und Fans weite Distanzen zurücklegen.

Vier der zwölf WM-Stadien (im Uhrzeigersinn von links oben): Das Lushniki-Stadion in Moskau, das St.-Petersburg-Stadion, das Fisht-Stadion in Sotschi und die Kasan-Arena.
Vier der zwölf WM-Stadien (im Uhrzeigersinn von links oben): Das Lushniki-Stadion in Moskau, das St.-Petersburg-Stadion, das Fisht-Stadion in Sotschi und die Kasan-Arena. Foto: dpa; Collage: Tilo Sommer

Das Gastgeberland im XXL-Format stellt die Teilnehmer auch logistisch vor große Herausforderungen. Von ihren WM-Quartieren pendeln die Teams mehrere Flugstunden zu den Stadien.

Am weitesten im Westen liegt der WM-Spielort Kaliningrad – von dort sind es in Richtung Osten nach Jekaterinburg fast 2500 Kilometer; von St. Petersburg im Norden nach Sotschi im Süden immerhin gute 1900 Kilometer. Zum Vergleich: Bei der WM 2006 in Deutschland war die weiteste Strecke von Hamburg nach München – mit 600 Kilometern.

Die WM-Stadien in der Kartenübersicht. Foto: Karte Google Maps

Außentribünen in Jekaterinburg

Das größte WM-Stadion in Russland steht in der Hauptstadt Moskau. 81.000 Zuschauer fasst das Lushniki-Stadion, wo unter anderem das Eröffnungsspiel und das Finale ausgetragen werden. Moskau ist die einzige Stadt mit zwei WM-Stadien: Auch im Stadion von Spartak Moskau wird gespielt.

Am kleinsten sind die Stadien in Kaliningrad und Jekaterinburg mit einem Fassungsvermögen von jeweils 35.000 Zuschauern – einer Ausnahmeregelung sei Dank. Eigentlich sieht die Fifa-Mindestanforderung 40.000 Zuschauer vor. Aufsehen erregte das Zentralstadion Jekaterinburg durch einen kuriosen Anbau. Quasi außerhalb des Stadions wurden Außentribünen errichtet, um mehr Zuschauern Platz zu bieten.

Einen Rekord stellt die Arena in Kasan auf: Dort bilden drei Millionen LED-Lampen die größte LED-Fassade eines Fußballstadions weltweit. Sie hat die Maße 150x35 Meter. Kasan ist auch Spielort für die deutsche Nationalmannschaft, dort findet das dritte Gruppenspiel gegen Südkorea statt. Zuvor spielt die DFB-Elf im Lushniki-Stadion gegen Mexiko und in Sotschi gegen Schweden.

Nigeria spult am meisten Kilometer ab

Das Team von Bundestrainer Jogi Löw, das Moskau als WM-Quartier ausgewählt hat, hält damit die Reisestrapazen in der Vorrunde noch in Grenzen. Andere WM-Teilnehmer müssen wesentlich weitere Strecken zurücklegen.

In Gruppe B muss Spanien zunächst nur aus dem Quartier in Krasnodar ins nahe Sotschi (gegen Portugal). Dann stehen aber noch die Spiele gegen den Iran in Kasan (1400 Kilometer) und in Kaliningrad gegen Marokko (1700 Kilometer) an.

Noch weiter hat es Nigeria, das in Grosny untergebracht ist. Die drei Vorrunden-Spielorte für die Afrikaner sind Kaliningrad (2200 Kilometer), Wolgograd (600) und St. Petersburg (2100 Kilometer). 

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