Eiskunstlauf-EM Savchenko/Massot führen deutsches Aufgebot an

Eine so lange Verletzungspause wie mach ihrem Innenbandanriss hat Aljona Savchenko noch nie gehabt. Mit reichlich Trainingsrückstand ist die viermalige Europameisterin mit ihrem Partner Bruno Massot zur EM nach Ostrau gereist. Trotzdem wollen sie eine Medaille.

Von dpa
Aljona Savchenko und Bruno Massot sind noch nicht wieder bei 100 Prozent.
Aljona Savchenko und Bruno Massot sind noch nicht wieder bei 100 Prozent. Foto: Britta Pedersen

Ostrau (dpa) - Ein Podiumsplatz wird für Aljona Savchenko und Bruno Massot bei der EM in Ostrau schwer. Die Vorjahreszweiten sind noch nicht wieder bei hundert Prozent nach der Verletzungspause der 33-Jährigen.

Die Wahl-Oberstdorfer führen das neun Läufer umfassende deutsche Aufgebot für die EM an, die am 25. Januar in Ostrau/Tschechien beginnt.

PAARE:Ein Jahr vor Olympia in Südkorea wollen sich Savchenko/Massot unbedingt den Preisrichtern zeigen. Zwar ist der Trainingsrückstand der gebürtigen Ukrainerin nach der Innenbandverletzung im November groß, ihre Programme sind aber auch ohne Höchstschwierigkeiten klasse. Die fünfmalige Paarlauf-Weltmeisterin schielt beim ersten Wettkampf nach ihrer Verletzung gleich auf eine Medaille. «Wir sind schon froh, dass wir überhaupt hier sind», sagt Trainer Alexander König und gab sich damit wesentlich zurückhaltender.

Gold im Blick haben die Russen Xenia Stolbowa/Fedor Klimow und die Sieger des Grand-Prix-Finales, Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morozow. Nach der Trennung der deutschen Meister Mari Vartmann/Ruben Blommaert werden als zweites Paar die Berliner Minerva-Fabienne Hase/Nolan Seegert antreten. Los geht es für sie am Mittwoch mit dem Kurzprogramm.

DAMEN:Die Vorjahres-Siebte Nathalie Weinzierl aus Mannheim erwartet von sich selbst eine Steigerung. Die 22 Jahre alte deutsche Meisterin hat sich in diesem Winter stetig verbessert. «Wenn sie zeigt, was sie im Training kann, sollte das kein Problem sein», meint Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU), vor dem Kurzprogramm am Mittwoch. Den zweiten Startplatz nimmt Nicole Schott (20) aus Essen ein, die von einem Muskelfaserriss genesen ist. Mit Spannung wird das Comeback der fünfmaligen Europameisterin Carolina Kostner aus Italien nach zweijähriger Pause erwartet.

HERREN:Im hochklassigen Feld um den viermaligen Champion Javier Fernández hängt fast alles vom Sprungvermögen ab. Springt der Berliner Paul Fentz in beiden Programmen vierfach, kann er sich unter die besten Zehn mischen. Nur dann reist der 24-Jährige auch zur WM im März nach Helsinki. Scheitert er an der Vorgabe, muss er sich daheim noch einmal mit dem deutschen Meister Peter Liebers und Franz Streubel messen.

EISTANZ:Kavita Lorenz/Panagiotis Polizoakis aus Oberstdorf wollen mit einem Top-Ten-Platz ein zweites deutsches Ticket für das nächste Jahr sichern. Die beim russischen Starcoach Igor Schpilband in Detroit trainierenden Tänzer haben große Fortschritte gemacht. Der Kurztanz beginnt am Donnerstag.

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