Ski alpin Viel Schnee in den Rockys - Super-G verlegt

Ohne Schnee keine Skirennen, zu viel ist aber auch nichts: Der Super-G der Herren musste bei den Ski-Weltmeisterschaften in den USA deswegen von Mittwoch auf Donnerstag geschoben werden. Viel Spielraum haben die Veranstalter in Vail und Beaver Creek nicht mehr.

Von dpa
Josef Ferstl möchte beim WM-Super-G unter die besten 15 kommen.
Josef Ferstl möchte beim WM-Super-G unter die besten 15 kommen. Foto: George Frey

Beaver Creek (dpa) - Schlechtes Wetter hat das Programm bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Vail und Beaver Creek durcheinandergewirbelt. Der für Mittwoch geplante Herren-Super-G wurde wegen starken Schneefalls und Nebels in der Strecke auf Donnerstag (19.00 Uhr MEZ) verlegt.

«Sportlich ist das die richtige Entscheidung», sagte der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands, Wolfgang Maier, nach der Absage und betonte: «Die Veranstalter haben jetzt Druck, denn wir müssen am Donnerstag auf jeden Fall auch ein Frauen-Abfahrtstraining fahren.»

Eine für Mittwoch angesetzte Übungsfahrt von Viktoria Rebensburg, Lindsey Vonn und Co. war schon am Dienstag gestrichen worden. Am Freitag geht es in der Damen-Schussfahrt bereits um Medaillen, einen Tag später ermitteln die Herren den Abfahrtsweltmeister. Am Sonntag und Montag folgen die Kombinations-Wettkämpfe. Viel Spielraum haben die Organisatoren daher nicht, sollte das Wetter schlecht bleiben.

Im Anschluss an das Herren-Rennen sollen am Donnerstag die Frauen ihre Übungsfahrt bekommen. Das erste Abfahrtstraining der Damen auf der anspruchsvollen «Raptor»-Piste am Montag fand bei starken Winden unter grenzwertigen Bedingungen statt. Rebensburg etwa hatte keine Chance, die schwierigen Passagen der Strecke in Renngeschwindigkeit zu erkunden. Nach der früh bekanntgewordenen Absage der Übungsfahrt am Mittwoch legten die Fünfte im Super-G und Veronique Hronek laut Maier ein paar Riesenslalom-Trainingseinheiten ein.

Bei Weltmeisterschaften gab es eine Rennverschiebung zuletzt 2009 in Val d'Isère, als die Abfahrt der Damen montags statt sonntags stattfand. Das Team-Event wurde in Frankreich zudem komplett gestrichen.

Die deutschen Super-G-Starter Josef Ferstl, Andreas Sander und Klaus Brandner bekommen nun erst am Donnerstag ihren ersten Einsatz. Auch die Altmeister Aksel Lund Svindal und Bode Miller müssen ihr mit Spannung erwartetes Comeback verschieben. Der Norweger Svindal (fünf WM-Titel) und der US-Amerikaner Miller (vier WM-Titel) wollen beim Saisonhöhepunkt in den Rocky Mountains antreten - beide haben nach Verletzungen in der Weltcup-Saison noch kein Rennen bestritten. Svindal riss sich vor dreieinhalb Monaten die Achillessehne und will nun mit einem Spezialschuh antreten. Miller wurde vor zehn Wochen am Rücken operiert.

Dass beide dennoch konkurrenzfähig sind, bewiesen sie im Abfahrtstraining am Dienstag. Svindal wurde Elfter. «Ich bin kein Medaillenfavorit, aber es könnte Spaß machen», sagte der Olympiasieger. Miller, mit 0,02 Sekunden Rückstand auf Svindal Zwölfter, war weniger zurückhaltend. Seine Coaches «haben das Vertrauen, dass ich den Speed habe für eine Medaille - und deswegen sind wir alle hier. Da sind wir uns alle einig». Titel-Favorit ist dennoch Svindals Landsmann Kjetil Jansrud.

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