Fußball Wales-Star Bale braucht «extra Erholung»

Vor dem EM-Halbfinale Portugal gegen Wales sind zwei Schlüsselspieler angeschlagen. Die Iberer müssen um Innenverteidiger Pepe zittern, beim EM-Debütanten setzt Gareth Bale im Teamtraining aus. Für den Superstar geht es um mehr als Bale gegen Ronaldo.

Von dpa
Gareth Bale gönnt sich etwas Ruhe.
Gareth Bale gönnt sich etwas Ruhe. Foto: Peter Kneffel

Dinard (dpa) - Der walisische Superstar Gareth Bale hat die Sorgen um seinen Fitnesszustand vor dem EM-Halbfinale gegen Portugal heruntergespielt. «Es war nur ein Tag extra Erholung», sagte der Stürmer, nachdem er nicht mit dem Team trainierte.

«Du wirst etwas steif nach den Spielen, deshalb brauchte ich etwas mehr Erholung. Es gibt keine Sorgen und wir machen normal weiter.» Der medizinische Stab hat einen besonderen Blick auf den wichtigsten Mann, der vergangene Saison mehrfach mit Muskelverletzungen gefehlt hatte.

Für Bale ist die Partie mehr als nur das viel erwartete Superstar-Duell mit seinem Real-Offensivpartner Cristiano Ronaldo. «Es geht nicht um zwei Spieler, jeder weiß das, es geht um zwei Nationen, elf Mann gegen elf Mann», sagte der 26-Jährige. «Er ist ein fantastischer Spieler, jeder weiß, was er leisten kann, aber wir sprechen darüber, was wir als Team zeigen.»

Dabei müssen die Waliser allerdings auf zwei wichtige Stützen verzichten, Mittelfeld-Motor Aaron Ramsey fehlt ebenso wie Ben Davies gelbgesperrt. «Es ist entsetzlich», sagte Bale dazu und kritisierte die Vorschrift, dass auch nach zwei Verwarnungen in fünf Spielen ein Bann für das Halbfinale erfolgt. «Die Regeln sind schwer zu akzeptieren. Manchmal würdest du dir wünschen, dass in dieser Turnierphase die Gelben Karten gestrichen werden.»

In der Partie, bei der der potenzielle Finalgegner der deutschen Mannschaft bestimmt wird, gibt es nach Ansicht von Portugals Mittelfeldspieler André Gomes «keinen Favoriten». «Wir erwarten ein starkes, aggressives walisisches Team», sagte er in Marcoussis. «Ich kenne die Spielweise britischer Teams gut, aber auch wir haben unsere Waffen», ergänzte der 22-Jährige, der zuletzt angeschlagen war, am Montag aber mit dem Team trainierte. «Ich hoffe, das ich im nächsten Spiel zum Einsatz kommen kann», sagte Gomes.

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