42 Prozent der OWL-Unternehmen erledigen bis zu zwei Drittel ihrer Geschäftstätigkeit online OWL-Firmen vorne bei der Digitalisierung

Bielefeld (WB/OH). Unternehmen und Freiberufler in OWL mit einem Jahresumsatz bis 15 Millionen Euro sehen sich bei der Digitalisierung besser aufgestellt als im Bundesschnitt. Das geht aus einer von der Commerzbank vorgestellten repräsentativen Umfrage hervor.

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Symbolbild. Foto: dpa

Demnach erledigen 42 Prozent der OWL-Unternehmen bis zu zwei Drittel ihrer Geschäftstätigkeit online – deutschlandweit liegt der Anteil bei 38 Prozent. In der Region stellen nur 18 Prozent gar keine digitalen Angebote zur Verfügung – bundesweit sind es dagegen 25 Prozent der Firmen. Und während deutschlandweit nur etwa jede zweite kleinere Firma digitale Lösungen mit Lieferanten oder Kunden einsetzt, sind es in OWL rund zwei von drei Unternehmen.

»Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, alle Ampeln stehen weiter auf grün«

Ihre wirtschaftliche Lage beurteilen die OWL-Firmen ähnlich rosig wie dies bundesweit

Christopher Hellweg

der Fall ist: nur 12 Prozent erwarten im neuen Jahr eine eher rückläufige Entwicklung. »Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, alle Ampeln stehen weiter auf grün«, sagt Christopher Hellweg, zuständig für das Unternehmerkundengeschäft der Commerzbank in OWL. Als größtes unternehmerisches Risiko wird weiter der Fachkräftemangel gesehen. Statt 43 Prozent im Vorjahr sagen dies in OWL aber nun nur noch 31 Prozent der Betriebe.

Großes Thema in den Firmen sei die Unternehmensnachfolge. »40 Prozent der Firmen suchen einen Nachfolger in den kommenden fünf Jahren«, sagt Frank Brüggemann, Leiter der Bielefelder Commerzbank-Niederlassung. Bei vielen Inhabern damit oft einhergehend gebe es Sorgen um die Altersabsicherung – erst recht in Niedrigzinszeiten. Apropos Niedrigzinsen: Trotz des historisch günstigen Geldes greift nur gut jeder fünfte Betrieb bei Investitionen auf Bankkredite zurück, deren Zinssatz derzeit bei etwa 1,75 Prozent liegt. Fast zwei Drittel der Firmen finanziert Vorhaben aus dem laufenden Betrieb oder aus Rücklagen. Die Inanspruchnahme kurzfristiger Kreditlinien – quasi ein Firmendispo – zu Sätzen von etwa 6 bis 8 Prozent habe dagegen zuletzt zugenommen.

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