Bielefelder Mode-Dienstleister steigert Umsatz auf 1,13 Milliarden Katag trotzt dem Trend

Bielefeld (WB). Der Bielefelder Mode-Dienstleister Katag AG hat auch 2017 dem rückläufigen Branchentrend die kalte Schulter gezeigt: Während der deutsche Modehandel nach Berechnungen des Fachblatts »Textilwirtschaft« im vergangenen Jahr zwei Prozent an Umsatz eingebüßt hat, steigerte Katag mit rund 350 Mitarbeitern die Erlöse um 3,8 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro.

Die Katag AG bietet ihren Handelskunden neben Dienstleistungen auch neun eigene Modemarken an.
Die Katag AG bietet ihren Handelskunden neben Dienstleistungen auch neun eigene Modemarken an. Foto: Oliver Schwabe

Vorstandschef Dr. Daniel Terberger sagte, er sei »sehr zufrieden angesichts der Marktentwicklung gerade im stationären Handel«. Überdurchschnittliche Zuwächse hätten die Marken Staccato für Kinder, Basefield und (The Mercer) N.Y. erzielt. Die Gruppe verfügt über ein Portfolio von insgesamt neun Marken, darunter auch das von Designerin Jette Joop betreute Label »Jette«.

Europaweit 350 Modefachhändler

Die europaweit rund 350 der Katag angeschlossenen Modefachhändler mit 1600 Standorten hätten es mit einem durchschnittlichen Umsatzplus von einem Prozent auch »geschafft, sich vom Trend etwas abzusetzen«. Terberger führt dies auf »die konsequente Ausrichtung der mittelständischen Modehäuser auf ihre lokalen Märkte und die dort vorhandenen Chancen in Sortiment, Beratung und Erlebnis« zurück.

Weiteres Wachstum zu erzielen, werde »knüppelhart«, sagt Terberger. Er sei aber auch für das neue Jahr »verhalten optimistisch. Es könne aber auch gerade im stationären Handel ein Erfolg sein, »minimale Fortschritte oder eine Stagnation zu erzielen«. Bei der Digitalisierung arbeite Katag nicht nur an Online-Absatzkanälen, sondern an der weiteren Optimierung der Prozesse, um Dienstleistungen noch kostengünstiger und effizienter anzubieten.

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