Konflikte Türkischer Militärhubschrauber aus Griechenland abgeholt

Die Flucht von acht mutmaßlichen türkischen Putschisten nach Griechenland wird dort ein juristisches Nachspiel haben. Die Militärs sind angeklagt - ob sie Asyl in Griechenland bekommen, ist unklar.

Von dpa
Acht Mitglieder des türkischen Militärs hatten sich nach dem gescheiterten Putschversuch nach Griechenland abgesetzt. Die Militärs werden dort nun wegen illegalen Grenzübertritts angeklagt. Die Soldaten haben in Griechenland Asyl beantragt.
Acht Mitglieder des türkischen Militärs hatten sich nach dem gescheiterten Putschversuch nach Griechenland abgesetzt. Die Militärs werden dort nun wegen illegalen Grenzübertritts angeklagt. Die Soldaten haben in Griechenland Asyl beantragt. Foto: Dimitris Alexoudis

Athen (dpa) - Ein Hubschrauber, mit dem sich acht mutmaßliche türkische Putschisten nach Griechenland abgesetzt hatten, ist in die Türkei zurückgeflogen worden. Die Militärs wurden wegen illegalen Grenzübertritts angeklagt, teilte eine ihrer Verteidigerinnen im griechischen Fernsehen mit.

Die ursprüngliche Anklage, wonach die mutmaßlichen Putschisten mit ihrer Flucht die internationalen Beziehungen Griechenlands Gefahren ausgesetzt hätten, sei zurückgenommen worden, sagte die Anwältin. Damit verbesserten sich die Chancen, dass die Militärs Asyl in Griechenland bekommen.

Am Montag soll der Prozess wegen illegalen Grenzübertritts beginnen und parallel dazu das Asylverfahren. Es könnte mehrere Wochen dauern, wie griechische Asylexperten vermuteten. Die Türkei fordert die sofortige Auslieferung der mutmaßlichen Putschisten. Nach Angaben ihrer Rechtsanwälte wussten sie nichts von dem Umsturzversuch - ihnen seien befohlen worden, Verletzte zu transportieren. Als ihre Hubschrauber unter Beschuss genommen worden seien, hätten sie entschieden, sich nach Griechenland abzusetzen.  

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