Luftverkehr Ermittler durchsuchen Wohnungen des Germanwings-Copiloten

Warum leitete der Copilot der Germanwings-Maschine den tödlichen Sinkflug ein? Hausdurchsuchungen in Düsseldorf und Montabaur sollen Aufschluss geben.

Von dpa
Polizisten sichern einen Zugang, der zum Wohnhaus des Copiloten führt.
Polizisten sichern einen Zugang, der zum Wohnhaus des Copiloten führt. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa) - Ermittler haben die Wohnungen des verdächtigen Germanwings-Copiloten durchsucht. Sie betraten am Donnerstag ein Haus am Düsseldorfer Stadtrand, in dem der 27-Jährige wohnte.

Grundlage ist ein Ersuchen der französischen Justiz. Auch im Elternhaus des Piloten im rheinland-pfälzischen Montabaur im Westerwald wurden Polizisten vorstellig.

Der Copilot steht im Verdacht, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord am Dienstag vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben. Kriminalbeamte suchen nun nach Hinweisen auf ein mögliches Motiv oder Anzeichen für eine psychische Erkrankung.

Ein besonderes Augenmerk liege auf persönlichen Unterlagen, teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit. Die Auswertung der Unterlagen werde voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Luftaufsicht gab unterdessen bekannt, dass bei den routinemäßigen Sicherheitsüberprüfungen des 27-Jährigen keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Zuletzt sei dem Mann, dessen Namen die französische Staatsanwaltschaft mit Andreas Lubitz angab, Ende Januar bescheinigt worden, dass keine strafrechtlichen oder extremistischen Sachverhalte gegen ihn vorliegen. Auch bei den vorherigen zwei Überprüfungen blieb der Copilot ohne jede belastende Erkenntnis.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hat der 27-Jährige den Sinkflug selbst ausgelöst und so den Airbus absichtlich zum Absturz gebracht.

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