Mehr als 200 Vorhaben auf Autobahnen und Bundesstraßen NRW bleibt auf Jahre hinaus Baustellenland

Düsseldorf (WB/hir/dpa). Die Autofahrer in NRW brauchen noch einen langen Atem, bis die engsten Nadelöhre auf Autobahnen und Bundesstraßen beseitigt sind.

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Symbolbild Foto: dpa

In diesem Jahr rechnet Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) nur bei acht Streckenabschnitten damit, dass sie mit einem Planfeststellungsbeschluss baureif werden. Offen ist allerdings, ob Anwohner noch dagegen klagen.

Bei drei weiteren Projekten kann gebaut werden, sobald die Pläne rechtskräftig sind. Auf viele andere Bauvorhaben müssen die Autofahrer noch mehrere Jahre warten, weil die Planungsverfahren andauern.

20 Milliarden Euro stehen für Bauvorhaben bereit

Gestern legte Wüst erstmals einen Plan vor, wann die drängendsten Engpässe auf Bundesfernstraßen bis 2030 aufgelöst werden sollen. Rund 20 Milliarden Euro stehen für mehr als 200 Bauvorhaben bereit. »Das zeigt wie groß der Investitionsstau der Vergangenheit ist«, sagte der Minister. Auf 13 Autobahnabschnitten und an 15 Bundesstraßen wird bereits gebaut.

Mit dem Masterplan soll erstmals deutlich werden, wie lange die Planungsverfahren für die einzelnen Vorhaben laufen. Aktuell werden allein auf den Autobahnen derzeit 22 Großprojekte geplant, nicht wenige reichen bis zum Ende des Jahrzehnts.

Neue Stellen sollen geschaffen werden

In diesem Jahr will die Landesregierung 50 neue Stellen für Planer beim Landesbetrieb Straßen.NRW schaffen. 13 weitere Stellen bei den Bezirksregierungen sollen Planungen und Genehmigungen beschleunigen helfen.

In der Region stehen sechs Bauvorhaben auf der Vorrangliste (siehe »Projekte des ›vordringlichen Bedarfs‹ in OWL«). Nicht im Arbeitsprogramm finden sich die Vorhaben B513 Ortsumgehung Harsewinkel, Ausbau der B482 (A 2 – Weserbrücke, Porta Westfalica), B7 Ortsumgehung Warburg/Scherfede, B239 Herford – Kirchlengern und B238 Ortsumgehung Kalletal, weil laut Ministerium der Planungsbeginn dort erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen ist.

Bis 2035 diverse Baumaßnahmen im Rheinland

Viel Geduld brauchen Autofahrer im Rheinland. Auf der A3 zwischen dem Kreuz Leverkusen und dem Kreuz Breitscheid könnte es bis zum Jahr 2035 diverse Baumaßnahmen geben. Und von Breitscheid bis zum Kreuz Oberhausen könnten die Bauarbeiten immerhin bis 2032 dauern.

Projekte des »vordringlichen Bedarfs« in OWL

B64, Ortsumgehung Herze­brock-Clarholz: Länge: 9,5 km; Kosten: 44 Mio. Euro,   Ziel: Beginn der Planfeststellung 2019.

B1, Ortsumgehung Salzkotten: Länge: 6 km; Kosten: 23 Mio. Euro, Ziel: Beginn der Planfeststellung 2019.

B 61 Rheda-Wiedenbrück – Gütersloh: Länge: 4,7 km; Kosten: 18 Mio. Euro, Planungsbeginn Anfang 2019. µ

B61 Gütersloh – Bielefeld-Ummeln: Länge: 5,2 km; Kosten: 21 Mio. Euro, Planungsbeginn Anfang 2019.

B64 Brakel-Hembsen – Höxter einschl. B83 (drei Abschnitte): 13 km (B83 3 km); Kosten: 54 Mio. Euro (B83 12 Mio. Euro), erster Abschnitt (Höxter-Godelheim – Höxter) in der Planfeststellung

B 238, Ortsumgehung Lemgo: Länge: 3,2 km; Kosten: 13 Mio. Euro, Ziel: Beginn der Planfeststellung im Jahr 2019.

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