Emotionale Trauerfeier Hochrangige Gäste beim Abschied von Guido Westerwelle

Köln -

Mit einer Trauerfeier nahmen Angehörige, Freunde und politische Weggefährten in Köln Abschied vom ehemaligen Außenminister Guido Westerwelle.

Von dpa
Der Sarg von Guido Westerwelle wird nach der Trauerfeieraus der St. Aposteln-Kirche getragen.
Der Sarg von Guido Westerwelle wird nach der Trauerfeieraus der St. Aposteln-Kirche getragen. Foto: Federico Gambarini

Zu dem ökumenischen Gottesdienst in der St. Aposteln-Kirche kamen unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Im Altarraum stand ein brauner Holzsarg, ein großes Porträtfoto zeigte einen lächelnden Westerwelle.

«Er war für viele eine Identifikationsfigur - und für manche genau das Gegenteil», sagte Prälat Karl Jüsten, der Westerwelle von klein auf kannte, in seiner Predigt. Er sei selbstbewusst, vielleicht auch selbstsicher, jedoch auch ein Suchender gewesen: «Er suchte Anerkennung, Liebe und Geborgenheit.» Diese habe er vor allem bei seinem Mann Michael Mronz gefunden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den früheren Außenminister als engen Vertrauten und verlässlichen Partner gewürdigt. „Deutschland hat einen besonderen Menschen und Politiker verloren“, sagte sie am Samstag in Köln bei der Trauerfeier.

Die Nachricht vom Tod Westerwelles habe sie am 18. März völlig unvermittelt getroffen. Sie habe nicht glauben wollen, dass es ihm nicht vergönnt sein sollte, sein „zweites Leben nach der Politik“ gebührend auszukosten. Sein Tod sei schwer zu akzeptieren und schon gar nicht zu fassen. „Ich persönlich werde dich auch als Menschen und Vertrauten vermissen.“

Vicky Leandros sang für ihren Freund Westerwelle das Lied «Ich liebe das Leben» mit verändertem Text. Die Schauspielerin Veronica Ferres trug die Lesung vor. Im Altarraum stand ein brauner Holzsarg, ein großes Porträtfoto zeigte einen lächelnden Westerwelle.

Der Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Dutzmann, erinnerte auch an den am Freitag gestorbenen Hans-Dietrich Genscher: „Wir denken an seine Familie und schließen sie in unsere Gebete ein.“ Westerwelles einstiges Vorbild Genscher war ihm in seinen Ämtern als FDP-Vorsitzender und Außenminister vorausgegangen.

Nach dem Gottesdienst fuhr die Trauergemeinde unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Beerdigung auf dem zentralen Kölner Melaten-Friedhof.

Westerwelle war am 18. März mit 54 Jahren an Leukämie gestorben.

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