Verteidigung Bundeswehr übernimmt Kommando bei EU-Mission in Mali

Vor drei Jahren wurde der Norden Malis von Tuareg-Rebellen und Islamisten überrollt. Jetzt sorgt ein Friedensabkommen für Hoffnung. Verteidigungsministerin von der Leyen spricht bei ihrem Besuch in dem westafrikanischen Wüstenstaat von einer entscheidenden Phase.

Von dpa
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen geht am Verteidigungsministerium in Bamako ein Ehrenspalier ab.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen geht am Verteidigungsministerium in Bamako ein Ehrenspalier ab. Foto: Bernd von Jutrczenka

Bamako (dpa) - Die Bundeswehr hat in den nächsten zehn Monaten das Kommando über die EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali. In Anwesenheit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) übernahm der deutsche Brigadegeneral Franz Pfrengle die Leitung des Einsatzes mit 600 Soldaten aus 26 Ländern.

Bisher wurde der Einsatz von einem spanischen General geleitet. Derzeit sind 160 deutsche Soldaten an der Trainingsmission im relativ sicheren Süden des Landes beteiligt.

Der Norden Malis war im Zuge eines Putsches 2012 ins Chaos gestürzt. Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten in der Region die Macht an sich gerissen. Erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Januar 2013 konnte das Gebiet wieder weitgehend befreit werden. Vor einem Monat schloss die Regierung mit den wichtigsten Rebellengruppen ein Friedensabkommen, in das nun große Hoffnungen gesetzt werden.

An der Zeremonie in der malischen Hauptstadt Bamako nehmen auch die Verteidigungsminister Spaniens, Österreichs und Malis teil, Pedro Morenés Eulate, Gerald Klug und Tiéman Hubert Coulibaly.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.