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Regierungschef: Deutsche unter den Toten bei Anschlag in Tunesien

Von dpa

Tunis (dpa) - Nach dem blutigen Terroranschlag im tunesischen Badeort Sousse mit mindestens 39 Toten ist die Zahl vermuteter deutscher Opfer weiter unklar. Regierungschef Habib Essid sagte, dass auch Deutsche unter den Opfern seien, nannte aber keine Zahl. Die meisten Opfer des mutmaßlich islamistischen Angriffs auf ein Strandhotel am Mittelmeer seien Briten, auch Belgier und Franzosen seien unter den Toten. In der Nacht bekannten sich Unterstützer der Terrormiliz IS zu dem Anschlag, die Regierung in Tunis kündigte einen entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus an.

Tsipras kündigt Volksabstimmung über das griechische Sparprogramm an

Athen (dpa) - Die Griechen sollen in einer Volksabstimmung entscheiden, ob die Regierung in Athen das Sparprogramm der Gläubiger akzeptieren soll. Das kündigte Regierungschef Alexis Tsipras in einer Fernsehansprache im griechischen Fernsehen an. Laut griechischen Medien soll die Volksabstimmung bereits Sonntag in einer Woche stattfinden. Athen droht die Staatspleite, wenn es bis kommenden Dienstag keine neuen Hilfsgelder bekommt. Bislang gibt es aber keine Einigung mit den Geldgebern. Heute treffen die Finanzminister der Eurogruppe erneut zusammen, um doch noch eine Lösung zu finden.

SPD und Grüne in Bremen einigen sich auf Koalition

Bremen (dpa) - Knapp sieben Wochen nach der Bremer Bürgerschaftswahl haben SPD und Grüne ihre Koalitionsverhandlungen zum Abschluss gebracht. Nach einer Marathonsitzung einigten sich die künftigen Koalitionäre am frühen Morgen auch auf die Regierungsposten. «Die Koalition steht», sagte SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl. Rot-Grün regiert seit 2007 im kleinsten Bundesland. Wie bisher werden die Grünen wieder drei der sieben Senatorenämter besetzen. Über Einzelheiten zum Koalitionsvertrag wollen beide Parteien heute die Öffentlichkeit informieren.

Homosexuelle feiern: Supreme Court legalisiert Homo-Ehe

Washington (dpa) - Homosexuelle in den USA haben das Urteil des Obersten Gerichtes gefeiert, Schwule und Lesben im ganzen Land das Heiraten zu erlauben. Das höchste Gericht in Washington hatte ihnen nach jahrzehntelangem Kampf um Gleichberechtigung ein unbeschränktes Recht auf gleichgeschlechtliche Eheschließungen zuerkannt. Die in 13 von 50 Staaten sowie in Teilen von Missouri bestehenden Verbote müssen damit aufgehoben werden. Präsident Barack Obama bezeichnete das Urteil als «Sieg für Amerika».

Obama nach Kirchenmassaker: USA müssen Lehren ziehen

Charleston (dpa) - Mit Verweis auf Gott und die Bibel hat US-Präsident Barack Obama sein Land aufgefordert, die Lehren aus dem Massaker an neun Afroamerikanern in einer Kirche zu ziehen. Es sei Zeit, «sich den unangenehmen Wahrheiten zu stellen», sagte Obama bei einer Trauerfeier in Charleston gut eine Woche nach dem Verbrechen. In seiner emotionalen Ansprache kritisierte der Präsident die anhaltende tödliche Gewalt mit Schusswaffen und die noch immer bestehende Diskriminierung von Bürgern schwarzer Hautfarbe.

Liberale wollen Dänemark allein regieren

Kopenhagen (dpa) - Die liberale Partei Venstre will Dänemark ohne einen Koalitionspartner regieren. Das teilte ihr Chef, Lars Løkke Rasmussen mit. Zuvor hatte er mit allen Parteien des Mitte-Rechts-Lagers Sondierungsgespräche geführt. Venstre hatte bei der Wahl vergangene Woche nur 19,5 Prozent der Stimmen bekommen.  Dennoch kann Løkke Rasmussen im Parlament mit einer Mehrheit rechnen. Am Sonntag wolle er seine neue Regierung präsentieren, sagte er. Eine mögliche Koalition mit der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei ist damit vom Tisch. 

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