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Treffen der G7-Außenminister in Lübeck geht zu Ende

Von dpa

Lübeck (dpa) - Die Außenminister der sieben großen Industrienationen (G7) setzen am Mittwoch ihr Treffen in Lübeck fort. Am zweiten und letzten Tag soll es vor allem um den Konflikt in der Ukraine und die Atomverhandlungen mit dem Iran gehen. Dazu ist eine gemeinsame Abschlusserklärung geplant. Das Treffen in der Hansestadt wird von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Im Einsatz sind mehr als 3500 Polizisten. Die befürchteten schweren Krawalle blieben aus, es gab aber einige kleinere Zusammenstöße.

US-Präsident Obama will Kuba von Terrorliste streichen

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat entschieden, Kuba nach 33 Jahren von der Staatenliste der Terrorismus-Unterstützer zu streichen. Das teilte das Weiße Haus am Dienstag (Ortszeit) mit. Die Empfehlung dazu kam nach langer Prüfung vom Außenministerium, das sich mit den Geheimdiensten abgestimmt hat. Die Regierung in Havanna begrüßte das Vorhaben. Der Schritt ist Teil der jüngsten Annäherung beider Staaten nach jahrzehntelanger Eiszeit. Mitte Dezember hatten die Regierungen überraschend verkündet, ihre diplomatischen Beziehungen nach und nach zu normalisieren.

Iranischer Atomdeal: US-Regierung und Senatoren schließen Kompromiss

Washington (dpa) - Im Streit um das geplante Atomabkommen mit dem Iran haben die US-Regierung und eine Gruppe maßgeblicher Senatoren einen Kompromiss geschlossen. Der Auswärtige Ausschuss im Senat stimmte am Dienstag für einen Gesetzentwurf, der dem Kongress bei dem Atomabkommen ein Mitspracherecht einräumt - allerdings erst, wenn die bis Ende Juni laufenden Verhandlungen abgeschlossen sind. Regierungssprecher Josh Earnest erklärte, Präsident Barack Obama würde das Gesetz billigen.

Hilfsorganisation befürchtet 400 ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer

Rom (dpa) - Bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste sind nach Angaben einer Hilfsorganisation vermutlich 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Dies gehe aus Schilderungen von Überlebenden hervor, die in der süditalienischen Stadt Reggio Calabria angekommen seien, teilte die Organisation Save the Children am Dienstag mit. Unter den Opfern seien auch Kinder. Die italienische Küstenwache hatte am Montag 144 Flüchtlinge von einem Boot gerettet, das vor der Küste Libyens gekentert war. Neun Leichen wurden geborgen. Eine große Rettungsaktion wurde eingeleitet.

Bericht: Bundesregierung prüft Evakuierungs-Einsatz im Jemen

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung erwägt nach einem Zeitungsbericht, rund 90 Deutsche aus dem Bürgerkriegsland Jemen auszufliegen. Das Auswärtige Amt wolle sie mit zivilen Flugzeugen in Sicherheit bringen, meldet die «Süddeutsche Zeitung» (Mittwoch). Da die Lage aber immer bedrohlicher werde, prüfe die Regierung als letztes Mittel auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr. Vom Auswärtigen Amt war dazu am Dienstagabend keine Stellungnahme zu erhalten.

Berufsbildungsbericht im Kabinett - DGB: Zu viele gehen leer aus

Berlin (dpa) - Das Bundeskabinett verabschiedet am Vormittag den Berufsbildungsbericht 2015. Nach Medienberichten ist eine der Kernaussagen des Berichts, dass die Zahl unbesetzter Lehrstellen 2014 einen neuen Höchststand erreicht hat. Demnach waren im Vorjahr 37 101 gemeldete Ausbildungsplätze unbesetzt, ein Plus von 3363 Stellen (10 Prozent) im Vergleich zu 2013. Die Zahl unversorgter Bewerber sei auf 20 872 Fälle (minus 0,8 Prozent) gesunken. Auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge war mit 522 232 leicht rückläufig (minus 1,4), schreibt die «Rheinische Post». Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack kommentierte die bereits vorliegenden Zahlen des Berichts: «Mehr Jugendliche gehen bei der Suche nach einer Ausbildung leer aus, während gleichzeitig die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze steigt.

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