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Deutsche Reparationsschuld liegt laut Athen bei 278,7 Milliarden Euro

Von dpa

Athen (dpa) - Der stellvertretende griechische Finanzminister Dimitris Mardas hat die Reparationsforderungen Griechenlands für die Zeit des Nationalsozialismus auf 278,7 Milliarden Euro beziffert. Auf diese Summe komme nach einer ersten Auswertung ein damit befasster Parlamentsausschuss, teilte Mardas am Abend in Athen mit. Das Thema belastet die deutsch-griechischen Beziehungen seit mehreren Jahrzehnten. Die Bundesregierung in Berlin sieht die Entschädigungsfrage als erledigt an.

Geschworene im Prozess um Boston-Bomber beraten über Schuldfrage

Boston (dpa) Die Geschworenen im Prozess um den Bombenanschlag auf den Boston-Marathon beraten heute über die Schuld des Angeklagten Dschochar Zarnajew. Ihm wird vorgeworfen, bei dem Attentat im April 2013 drei Zuschauer getötet und 260 Menschen zum teil sehr schwer verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält Zarnajew terroristische Motive vor. Seine Verteidigung versuchte die Geschworenen dagegen davon zu überzeugen, dass er nicht die Hauptschuld an der Tat trage. Sie will die Todesstrafe abwenden.

Gröhe und Müller reisen nach Ghana und Liberia

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe und Entwicklungsminister Gerd Müller reisen heute nach Ghana und Liberia, um dort den Wiederaufbau nach der Ebola-Epidemie zu besprechen. Erste Station ist Accra, die Hauptstadt Ghanas. Das Land ist von Ebola zwar verschont geblieben, dient aber als Logistik-Stützpunkt. In Westafrika starben seit Ausbruch der Epidemie vor gut einem Jahr mehr als 10 000 Menschen. Deutschland hat bisher mit knapp 200 Millionen Euro zur Bekämpfung von Ebola in Afrika beigetragen

50 000 Rückenpatienten laut TK jedes Jahr unnötig geröntgt

Berlin(dpa) - Ärzte in Deutschland greifen laut einer Studie bei unkomplizierten Rückenschmerzen vorschnell zum Röntgengerät. Jährlich würden so fast 50 000 Patienten unnötig geröntgt, heißt es in der Untersuchung der Techniker Krankenkasse. Von allen Patienten mit akutem Kreuzschmerz, die radiologisch untersucht werden, wird demnach jeder dritte innerhalb von sechs Wochen unter den Röntgenapparat gelegt. Wissenschaftler seien sich jedoch einig, dass Patienten in diesem Zeitraum nicht geröntgt werden sollten.

Linke fordert Untersuchungsausschuss zu Sturmgewehr G36

Berlin (dpa) - Die Linke will sich bei der Aufklärung der Affäre um das mangelhafte Sturmgewehr G36 nicht auf Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen verlassen. Parteichef Bernd Riexinger fordert einen Untersuchungsausschuss. Er sagte der dpa, die Kungelei mit der Rüstungsindustrie sei so peinlich wie offenkundig. Nach jahrelangen Untersuchungen hatte von der Leyen vergangene Woche massive Probleme bei der Treffsicherheit ihres Standardgewehrs G36 eingeräumt. Erste Hinweise darauf gab es aber schon 2012.

Islamisten verschleppen laut Medien Hunderte Kurden in Syrien

Kairo (dpa) - Islamistische Aufständische haben in Syrien mehr als 200 kurdische Zivilisten entführt und wenig später im Austausch für drei Inhaftierte wieder frei gelassen. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren die Opfer in Bussen auf dem Heimweg in die kurdische Enklave um die Stadt Afrin, als sie von Rebellen verschleppt wurden. Den Angaben zufolge kamen sie im Austausch gegen drei Männer frei, die in Afrin wegen unerlaubter archäologischer Ausgrabungen inhaftiert waren.

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