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Fast 30 Zivilisten bei Beschuss in Mariupol getötet

Von dpa

Mariupol (dpa) - Die prorussischen Aufständischen in der Ostukraine haben ihre angekündigte Großoffensive mit einem Angriff auf die Hafenstadt Mariupol begonnen. Das sagte ein Separatistenführer in Donezk der Agentur Interfax zufolge. Zu einem Raketenangriff auf ein Wohnviertel von Mariupol, bei dem nach jüngsten Angaben mindestens 27 Zivilisten getötet und fast 100 verletzt wurden, äußerte er sich nicht. Das ukrainische Militär und die Separatisten beschuldigten sich gegenseitig, den Vorort der Stadt beschossen zu haben.Linkspartei vor Wahlsieg in Griechenland

Athen (dpa) - Europa blickt gespannt nach Griechenland: Dort entscheiden die Wähler morgen über die neue Zusammensetzung des Parlaments. Die Wahl gilt als richtungsweisend für die künftige Spar- und Sozialpolitik des Landes. In letzten Umfragen konnte die Linkspartei von Alexis Tsipras ihren Vorsprung weiter ausbauen. Syriza lag sieben Prozentpunkte vor der konservativen Nea Dimokratia von Ministerpräsident Antonis Samaras. Tsipras will im Falle eines Wahlsieges einen Schuldenschnitt mit den internationalen Geldgebern aushandeln.Japan verurteilt IS-Vorgehen

Tunis (dpa) - Die Terrormiliz IS soll eine der beiden japanischen Geiseln in ihrer Gewalt getötet haben. Im Internet wurde ein Video verbreitet, auf dem ein Standbild eines der Entführten zu sehen ist, der ein Foto seines mutmaßlich getöteten Kollegen hochhält. Weitere grausame Einzelheiten wie in früheren Videos waren nicht zu sehen. Eine Stimme, die angeblich der Geisel gehört, bittet die japanische Regierung, den Forderungen der Extremisten nachzukommen. Japans Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer unverzeihlichen Gewalttat.Internationale Staatschefs zum Kondolenzbesuch in Saudi-Arabien

Riad (dpa) - Nach dem Tod von König Abdullah sind Staats- und Regierungschefs aus vielen Ländern zu einer Trauerfeier in Saudi-Arabien eingetroffen. Abdullahs Nachfolger und Halbbruder Salman empfing im Königspalast von Riad unter anderem Prinz Charles und Premierminister David Cameron aus Großbritannien, König Felipe aus Spanien und Frankreichs Präsidenten François Hollande. Auf Bitten von Kanzlerin Angela Merkel soll Altbundespräsident Christian Wulff Deutschland vertreten. Abdullah war vorgestern nach langer Krankheit gestorben.Prügel-Vorwurf: Sensburg tritt als CDU-Kreisvorsitzender zurück

Meschede (dpa) - Der Leiter des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Patrick Sensburg, ist als CDU-Chef des Hochsauerlandkreises zurückgetreten. Das bestätigte Vize-Kreischefin Hiltrud Schmidt. Sie zitierte Sensburg mit den Worten, die Arbeit im Ausschuss und die Lösung der im Raume stehenden privaten Vorwürfe erforderten seine ganze Kraft. Der Politiker war von seiner Freundin nach einem Streit angezeigt worden. Die Frau zog die Anzeige zwar wieder zurück, nach dpa-Informationen will die Berliner Staatsanwaltschaft aber ermitteln.Guido Wolf zum CDU-Spitzenkandidaten im Südwesten gewählt

Ulm (dpa) - Die baden-württembergische CDU hat Guido Wolf zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 gewählt. Ein Landesparteitag in Ulm stimmte mit überwältigender Mehrheit für den bisherigen Landtagspräsidenten. Der 53-Jährige ist somit Herausforderer von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der seit 2011 mit Grün-Rot regiert.

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