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Nach Paris-Anschlägen erhalten Sicherheitsbehörden viele Warnungen

Von dpa

Berlin (dpa) - Die Sicherheitsbehörden erhalten nach den Terroranschlägen in Frankreich viele Hinweise auf mögliche Gefahren in Deutschland. Ein solch erhöhtes Aufkommen sei typische Folge von Ereignissen wie zuletzt in Paris, teilte das Bundesinnenministerium mit. Darunter seien belastbare und weniger belastbare Hinweise. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet, es gebe übereinstimmende Warnungen ausländischer Geheimdienste an die deutschen Behörden, in denen zwei mutmaßliche Anschlagsziele genannt wurden. Dabei soll es sich um die Hauptbahnhöfe in Berlin und Dresden handeln. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

Obama und Cameron: Schulterschluss gegen den Terror

Washington (dpa) - Nach den Anschlägen von Paris haben US-Präsident Barack Obama und Großbritanniens Premierminister David Cameron eine noch engere Zusammenarbeit im Anti-Terror-Kampf angekündigt. «Es ist ein Problem, das großen Kummer, große Trauer und Zerstörung auslöst. Aber es ist eines, dass wir letztlich besiegen werden», sagte Obama bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington. «Wir wissen, gegen was wir kämpfen und wir wissen, wie wir gewinnen», sagte Cameron, der zwei Tage zu Besuch in den der US-Hauptstadt ist.

Papst verkürzt Besuch in Tacloban wegen schlechten Wetters

Tacloban (dpa) - Papst Franziskus muss seinen Besuch im philippinischen Taifungebiet vorzeitig beenden. Grund sei der Tropensturm, der sich der Stadt Tacloban in den Zentralphilippinen näherte, teilten die Organisatoren mit. Er wollte allerdings nicht auf das Mittagessen mit etwa 30 Überlebenden des Taifuns verzichten. Er sollte aber direkt nach dem Lunch zurück zum Flughafen fahren. Auf der Strecke blieb unter anderem ein Treffen mit Priestern und Ordensschwestern.

Hacker attackieren Twitter-Accounts von US-Medien

New York (dpa) - Hacker haben den Twitter-Account der US-Zeitung «New York Post» ins Visier genommen. Der Angriff habe nicht lange gedauert und werde nun geprüft, teilte das Blatt mit. Wer hinter der Attacke steckt, war zunächst unklar. Die betroffenen Tweets wurden gelöscht. Opfer eines Cyber-Angriffs wurde auch United Press International. Wie die Agentur mitteilte, wurden unter anderem falsche Schlagzeilen bei Twitter veröffentlicht. Eine lautete, der US-Flugzeugträger «USS George Washington» sei angegriffen worden. Medien zufolge hieß es in einem anderen Tweet: «Papst: Der Dritte Weltkrieg hat begonnen».

Höchstes US-Gericht entscheidet über Homo-Ehe

Washington (dpa) - Das höchste US-Gericht, der Supreme Court, fällt voraussichtlich im Sommer ein Grundsatzurteil über die umstrittene Homo-Ehe. Die Richter in Washington nahmen vier Fälle zur Entscheidung an. Es wird erwartet, dass ein Urteil im Juni gesprochen wird. Am Ende könnte stehen, dass gleichgeschlechtlichen Paaren in allen 50 Staaten das Recht zum Heiraten zugebilligt werden muss. Das Eherecht ist Sache der Staaten. Zurzeit gibt es je nach den politischen Kräfteverhältnissen unterschiedliche Regelungen. 36 Staaten erkennen Homo-Ehen an, in 14 sind sie nach wie vor verboten.

Bundesnachrichtendienst spionierte 71 500 DDR-Bürger aus

Berlin (dpa) - Der Bundesnachrichtendienst und seine Vorläuferorganisation Gehlen haben zwischen 1946 und April 1990 mindestens 71 500 DDR-Bürger ausspioniert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Tageszeitung «Neues Deutschland» berichtet. Keine Auskunft geben konnte die Regierung demnach über entsprechende Überwachungsaktionen des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Militärischen Abschirmdienstes. Die Dokumente existierten nicht mehr.

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