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Merkel warnt scharf vor islamfeindlichen Demonstrationen

Von dpa

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar gegen ein Ausgrenzen von Flüchtlingen gewandt und islamfeindliche Demonstrationen wie in Dresden scharf verurteilt. Die Bürger sollten den Organisatoren solcher Kundgebungen nicht folgen, sagte Merkel in ihrer Neujahrsansprache. Zwar werde bei Kundgebungen «Wir sind das Volk» gerufen wie vor 25 Jahren während der Revolution in der DDR. Tatsächlich gemeint sei damit nun aber «Ihr gehört nicht dazu - wegen Eurer Hautfarbe oder Eurer Religion», warnte Merkel.

Putin bekräftigt Bedeutung der Krim für Moskau in Neujahrsansprache

Moskau (dpa) - Zum Abschluss eines konfliktreichen Jahres hat Kremlchef Wladimir Putin die zentrale Bedeutung der Krim für Russland bekräftigt. Das Riesenreich hatte sich die Schwarzmeerhalbinsel im März ungeachtet internationalen Protests einverleibt. Dieses Ereignis werde immer einer der wichtigsten Meilensteine in der vaterländischen Geschichte sein, sagte Putin in seiner Neujahrsansprache. In der Entscheidung der Krim-Bewohner für eine Rückkehr in ihre Heimat habe sich ihre Liebe fürs Vaterland gezeigt, meinte er.

Laut Küstenwache 768 Flüchtlinge an Bord der «Blue Sky M»

Rom (dpa) - Die italienische Küstenwache hat die Zahl der Flüchtlinge auf dem Frachter «Blue Sky M» nach unten korrigiert. Auf dem Schiff, das in den Hafen Gallipoli geleitet wurde, seien 768 Menschen gewesen, hieß es in einer Twitter-Mitteilung der Küstenwache. Zuvor war von 970 Migranten die Rede gewesen. Die Küstenwache teilte mit, eine Tragödie sei verhindert worden, weil die «Blue Sky M» ohne Besatzung und mit blockiertem Motor auf die Küste zugesteuert sei. Ohne eine Intervention wäre der Frachter auf die Küste geprallt.

Zwei Deutsche in Nigeria getötet

Berlin (dpa) - Im westafrikanischen Nigeria sind zwei Deutsche getötet worden. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Nach Informationen der «Ostsee-Zeitung» handelt es sich bei den Opfern um zwei Ingenieure der Baufirma Julius Berger. Die beiden aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Männer seien am Samstag von einem privaten Ausflug mit einem Motorrad nicht zurückgekehrt. Bereits im Oktober waren zwei Mitarbeiter von Julius Berger in Nigeria überfallen worden.

Palästinenser-Dringlichkeitssitzung nach Scheitern von UN-Resolution

Ramallah (dpa) - Nach dem Scheitern einer Nahost-Resolution im UN-Sicherheitsrat hat die Palästinenserführung eine Dringlichkeitssitzung angesetzt. Chefunterhändler Saeb Erekat sagte, man wolle dabei über «den Beitritt zu internationalen Verträgen und die Zukunft der Beziehungen zu Israel beraten». Die Palästinenser hatten angekündigt, sie könnten sich um eine Mitgliedschaft beim Internationalen Strafgerichtshof bemühen. Sie wären dann in der Lage, Anklagen gegen Israel wegen Kriegsverbrechen anzustrengen.

25-Jährige unter Terrorverdacht an Londoner Flughafen festgenommen

London (dpa) - Britische Spezialkräfte zur Terrorbekämpfung haben eine 25 Jahre alte Frau am Londoner Flughafen Luton festgenommen. Sie kam aus Istanbul und steht unter Verdacht, Anschläge «im Zusammenhang mit Syrien» vorbereitet zu haben, wie die Polizei mitteilte. Die Frau wohnt in Nordlondon. Nach Angaben der Regierung sind mehr als 500 Briten in den Irak und nach Syrien gereist, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. Im August hat Großbritannien erstmals seit 2011 seine Terrorwarnstufe angehoben.

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