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Papst prangert Gewalt und Kriege in der Welt an

Von dpa

Rom (dpa) - Der Papst hat in seiner Weihnachtsansprache Gewalt und Hass im Nahen Osten, in Afrika und in der Ukraine angeprangert. «Den Retter der Welt bitte ich, dass er auf unsere Brüder und Schwestern im Irak und in Syrien schaue, die seit zu langer Zeit unter den Auswirkungen des Konfliktgeschehens leiden und mit den Angehörigen anderer ethnischer und religiöser Gruppen grausame Verfolgung erleiden», sagte Franziskus auf dem Petersplatz in Rom, wo ihm etwa 80 000 Menschen zujubelten. Die Botschaft und der Segen «Urbi et Orbi» sind der Höhepunkt der christlichen Weihnacht.

Bischöfe zu Weihnachten: Gott ist mit den Heimatlosen

Berlin (dpa) - In ihren Weihnachtspredigten haben die deutschen Bischöfe zu Solidarität mit Flüchtlingen aufgerufen. Sie verurteilten jede Form von Ausgrenzung und verwiesen auf die Weihnachtsgeschichte, die von der Suche der Heiligen Familie nach Zuflucht berichtet. Die Bischöfe richteten sich damit gegen Bündnisse wie «Pegida». Der Bischof von Hildesheim, Norbert Trelle, nannte es bizarr, wenn Menschen, die überwiegend keiner christlichen Gemeinschaft mehr angehörten, sich aufschwängen, das christliche Abendland zu retten.

Ukraine-Kontaktgruppe vereinbart Austausch aller Gefangenen

Donezk (dpa) - Die Ukraine-Kontaktgruppe soll sich auf einen Austausch aller Gefangenen geeinigt haben. Die prorussischen Separatisten nennen dies als Ergebnis eines Treffens in Minsk. Die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seien bereit, 150 ukrainische Sicherheitskräfte gegen 225 Gefangene auszutauschen. Die übrigen Schritte eines Friedensplanes müssten aber weiter erörtert werden. Nach fünfstündigen Gesprächen wurde per Video-Konferenz weiter verhandelt. Morgen ist wieder ein Treffen in Minsk geplant.

US-Militär: IS-Miliz hat jordanischen Kampfjet nicht abgeschossen

Washington (dpa) - Die Terrormiliz IS hat nach Angaben des US-Militärs keinen Kampfjet der US-geführten internationalen Koalition abgeschossen. Das US-Zentralkommando räumte zwar ein, dass ein jordanisches Kampfflugzeug abgestürzt und der Pilot von IS-Extremisten gefangen genommen worden sei. IS habe das Flugzeug aber nicht wie behauptet abgeschossen, die Beweise seien eindeutig. Die Terrormiliz hatte unter anderem Fotos im Internet gezeigt, auf denen die jordanische Geisel von IS-Kämpfern umringt ist.

Sony zeigt nun doch Nordkorea-Satire «The Interview»

Washington (dpa) - Ungeachtet von Terrordrohungen hat das Filmstudio Sony Picture die Nordkorea-Satire «The Interview» gezeigt. Der Streifen über eine fiktive Ermordung des nordkoreanischen Herrschers Kim Jong Un war zunächst auf den US-Netzen von YouTube und Google Play sowie anderen Netzwerken gegen Bezahlung zu sehen. Heute soll er in etwa 200 unabhängigen US-Kinos anlaufen. US-Präsident Barack Obama begrüßte die Veröffentlichung. Nordkorea hat inzwischen weiter mit Internet-Störungen zu kämpfen. Zunächst hatte Sony den Film nach nordkoreanischen Hacker-Angriffen und Terrordrohungen zurückgezogen.

Proteste nach Tod von schwarzem Jugendlichen nahe Ferguson

St. Louis (dpa) - Nach dem Tod eines weiteren schwarzen Jugendlichen durch eine Polizeikugel im US-Bundesstaat Missouri ist es zu Ausschreitungen am Tatort in Berkeley gekommen. Ein weißer Beamter hatte in der Nacht zu gestern einen 18-Jährigen an einer Tankstelle erschossen, nachdem dieser laut Polizei eine Waffe auf einen Polizisten gerichtet hatte. Die Polizei veröffentlichte Videoaufnahmen mehrerer Überwachungskameras. Dabei ist der Jugendliche zu sehen, wie er seinen Arm in Richtung des Beamten hebt und anscheinend eine Pistole auf diesen richtet.

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