Parteien AfD leitet Ordnungsmaßnahmen gegen Höcke ein

Berlin (dpa) - Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke muss die Partei trotz seiner umstrittenen Aussagen zum deutschen Geschichtsverständnis nicht verlassen. Der AfD-Parteivorstand stellte zwar nach einer dreistündigen Telefonkonferenz fest, Höcke habe durch seine Äußerungen am 17. Januar «dem Ansehen der Partei geschadet». Wie aus Parteikreisen verlautete, hält der Vorstand aber deshalb nur ein «Ordnungsverfahren für erforderlich». Die Co-Vorsitzende Frauke Petry hatte erklärt, Höcke sei eine «Belastung für die Partei».

Von dpa

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Das war doch mal wieder zu erwarten. Björn Höcke tätigt Äußerungen aus der braunen Sumpfecke, die zu einem öffentlichen Aufschrei führen, der der AfD schaden könnte. Während Höcke sich weinerlich als mißverstanden gibt, bemüht sich der AfD-Parteivorstand angeblich um Schadensbegrenzung. Er gibt sich nach außen erschüttert über Höckes Äußerungen und denkt so gar öffentlich über einen Parteiausschluss Höckes nach, der dann in die "Einleitung einer Ordnungsmaßnahme" abgemildert wird. So sind Höckes Äußerungen in der Welt, der Parteivorstand gibt sich als ordnendes Organ, der gegen die Äußerungen vehement vorgeht und tatsächlich reiben sich alls in der AfD die Hände. Nur das "Parteivolk" merkt wieder einmal gar nichts.

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