Hochzeit und Trainervertrag Schweinsteiger und Löw sagen ja

Venedig/München -

Ein schöner Tag für den Kapitän der Nationalmannschaft: Bastian Schweinsteiger hat in Venedig geheiratet. Und auch Joachim Löw gab am Dienstag sein Jawort. Das gilt allerdings nur bis 2018.

Von dpa
Joachim Löw erfüllt seinen Vertrag als Bundestrainer bis 2018. Ana Ivanovic und Bastian Schweinsteiger haben in Venedig geheiratet.
Joachim Löw erfüllt seinen Vertrag als Bundestrainer bis 2018. Ana Ivanovic und Bastian Schweinsteiger haben in Venedig geheiratet. Foto: dpa

Geheim oder öffentlich, prunkvoll oder maskiert: Venedig bietet als Hochzeitskulisse alles, was ein Star braucht. Das mögen sich auch die Sport-Asse Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanovic gedacht haben.

Wenn es schon glamourös sein soll, dann gern mit ein bisschen Hollywood-Flair. Was macht sich besser als eine Hochzeit vor Venedigs Traumkulisse: das Haar flattert im Wind, die Wellen schlagen an das Boot, blauer Himmel, historische Paläste im Hintergrund.

Auch Fußballnationalspieler Bastian Schweinsteiger (31) und die serbische Tennisspielerin Ana Ivanovic (28) konnten dem Zauber Venedigs offensichtlich nicht widerstehen und wählten Italiens Romantik-Stadt Nummer Eins für den wohl schönsten Tag in ihrem Leben.

Geheimniskrämerei um das Jawort

Bei Schweinsteigers Trauung ist alles mehr oder weniger geheim. Kurz nach dem Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft im Halbfinale der EM verdichteten sich die Spekulationen zum Jawort in Venedig. Fotos von Schweinsteiger und Ivanovic auf einem Boot tauchten auf, während sie sonnenbebrillt Selfies schießen. Auch Details sickerten durch, wo die Zeremonie stattfinden sollte.

Aber offiziell wollte niemand etwas sagen. «Wir kommentieren das Privatleben unserer Klienten nicht», hieß es von Schweinsteigers Management. Mehr oder weniger offiziell bestätigt wurde die Hochzeit dann von Schweinsteigers früherem Verein, dem FC Bayern München: «Alles Gute und die allerbesten Wünsche zur Hochzeit, @BSchweinsteiger!», twitterte der Bundesligist.

Videos aus Venedig

Die „Bild“-Zeitung hatte bereits am Dienstagmorgen getitelt: „Heute Hochzeit in Venedig“ und dazu Bilder von Schweinsteiger und Ivanovic in einem Wassertaxi in der Lagunenstadt gedruckt.Am Mittag verbreitete „Bild“ ein Online-Video, das zeigt, wie Ivanovic und Schweinsteiger am Canal Grande über einen Steg in den Ca'Farsetti-Palazzo gehen. Sie im ärmellosen weißen Kleid mit Volant und mit weißem Sträußchen in der Hand; er leger im dunkelblauen Einreiher mit offenem weißen Hemd.

Einige Zeit später kommen sie freudestrahlend und Hand in Hand aus dem Palast, und fahren mit einem Motorboot davon. Bereits vergangene Woche berichtete die „Bunte“, dass für diesen Dienstag eine standesamtliche Zeremonie geplant war. Am Mittwoch solle die kirchliche Trauung folgen.

Generell hält sich das Paar Ivanovic/Schweinsteiger in der Öffentlichkeit zurück. Völlig überraschend tauchte vor fast zwei Jahren, im Spätsommer 2014, ein gemeinsames Foto auf, das die beiden beim Spaziergang in New York zeigen sollte. Dann wurde viel spekuliert über die Beziehung, es dauerte noch eine Weile, bis sie sich offiziell gemeinsam zeigten. Aber immer noch sieht man sie recht selten gemeinsam oder auf der Tribüne bei Turnieren des anderen.

Zukunft in der Nationalmannschaft offen - Löw bleibt

Anders als bei dem Tennis-Star hat Schweinsteiger der Nationalmannschaft noch kein klares Jawort gegeben. Nach dem EM-Aus im Halbfinale gegen Frankreich wollte der Mannschaftskapitän sich nicht zu seiner Zukunft im DFB-Team äußern. Ex-Mitspieler und -Kapitän Michael Ballack riet dem Routinier danach zum Rücktritt. „Ich fürchte, er könnte in einen Strudel hineingeraten. Andere Spieler könnten die Situation nutzen, um seinen Status in der Nationalmannschaft in Frage zu stellen. Das hätte Schweinsteiger nicht verdient“, schrieb Ballack in seiner Kolumne für die Zeitungen „Express“ und „TZ“.

Ex-Bundestrainer Berti Vogts ist hingegen dafür, dass Schweinsteiger weiter für Deutschland spielt. „Er hat einen Fehler gemacht, als er im Halbfinale gegen Frankreich mit der Hand zum Kopfball-Duell hochgeht und es den Elfmeter gibt. Das weiß er selbst. Ansonsten kann ich nur sagen: Er ist nach wie vor ein klasse Spieler. Es wäre zu schade, wenn er so seine Nationalmannschafts-Karriere beenden würde“, sagte Vogts dem Magazin „Sport Bild“. 

Bei einer weiteren fraglichen Nationalmannschafts-Personalie gab es am Mittwoch ein klares Jawort: Joachim Löw bleibt Bundestrainer und will Weltmeister Deutschland zur WM 2018 nach Russland führen.

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