Kunst Potsdamer OB kritisiert Gesetz zum Schutz von Kulturgütern

Potsdam (dpa) - Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) befürchtet mit Blick auf das umstrittene Gesetz zum Schutz von Kulturgütern fatale Folgen für die Stadt. Hintergrund ist, dass der Mäzen Hasso Plattner davon absehen könnte, seine Privatsammlung dauerhaft in Potsdam ausstellen zu lassen.

Von dpa
Der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs (SPD) übt scharfe Kritik am geplanten Kulturgutschutzgesetz.
Der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs (SPD) übt scharfe Kritik am geplanten Kulturgutschutzgesetz. Foto: Ralf Hirschberger

Ein «kulturpolitischer Skandal allerersten Ranges» bahne sich in Potsdam an, schreibt Jakobs in einem Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatten die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» berichtet.

Laut «PNN» schreibt Plattner in einem Brief an Jakobs, sollte Grütters Gesetz Wirklichkeit werden, könne er eine Verlagerung seiner Bilder nach Deutschland «nicht mehr verantworten», weil die Sammlung auf einen Schlag die Hälfte ihres Wertes verlöre. Damit würde dem geplanten Kunstmuseum Barberini in Potsdam der Wegfall wertvoller Bestände drohen - der Sammlung aus Werken des Impressionismus und der Klassischen Moderne.

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