Auszeichnungen Herzog von Kent erhält Dresden-Preis

Dresden (dpa) - Der Herzog von Kent, Prinz Edward, sieht Versöhnung und Eintracht zwischen Deutschland und Großbritannien als bleibende Aufgabe an.

Von dpa
Der Herzog von Kent erhält den Dresden-Preis 2015.
Der Herzog von Kent erhält den Dresden-Preis 2015. Foto: Matthias Hiekel

«Die wiederaufgebaute Frauenkirche ist ein bleibendes Symbol für die aus der Asche geborene britisch-deutsche Freundschaft», sagte der Cousin der britischen Königin am Samstag bei einem Festakt in der Dresdner Semperoper. «Wir müssen die Erinnerung wachhalten und gleichzeitig den Weg nach vorn richten, um der jüngeren Generation die eindringliche Botschaft zu vermitteln: Nie wieder!» Dem 79-Jährigen wurde für seine Verdienste um die Aussöhnung zwischen Briten und Deutschen der Dresden-Preis 2015 verliehen.

Prinz Edward hatte am Freitag auch an den Gedenkveranstaltungen anlässlich der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg teilgenommen. «Dresden wie auch Coventry erlitten entsetzliche, tragische Verluste. Die Bombenangriffe auf britische und deutsche Städte verursachten Zerstörung in ungeheurem Ausmaß. Der Krieg fügte unseren Nationen tiefe Wunden zu», sagte der Herzog in seiner Dankesrede am Samstag. Die Zerstörung der schönen Stadt Dresden sei eine entsetzliche Folge des Bemühens gewesen, Deutschland von der Nazi-Diktatur zu befreien.

Der Herzog von Kent ist seit 1994 Schirmherr des britischen Dresden-Trust, der sich unter anderem um den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Frauenkirche verdient machte. Der Dresden-Preis wird von der Klaus Tschira Stiftung (Heidelberg) und den Friends of Dresden Deutschland verliehen und ist in diesem Jahr mit 10 000 Euro dotiert.

Am Ende des Festaktes rockten die Musiker der britischen Synthie-Popband Orchestral Manoeuvers in the Dark (OMD) in der Semperoper und stellten dabei auch ihren Song «Dresden» vor.

Der Dresden-Preis wurde zum sechsten Mal verliehen. Frühere Preisträger waren unter anderem der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und der Dirigent Daniel Barenboim.

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