Kultur «Kulturgut in Gefahr» - Konferenz in Berlin

Berlin (dpa) - Das Milliardengeschäft mit geplünderten und geraubten Kulturgütern boomt. Nach Einschätzung der Unesco steht der Handel mit illegalen Antiken inzwischen an dritter Stelle der internationalen Kriminalität - direkt hinter Waffen und Drogen.

Von dpa

In Berlin setzen sich am Donnerstag und Freitag (11./12. Dezember) internationale Experten mit Folgen und Auswirkungen auseinander.

Als einer der Mitinitiatoren der Konferenz warnte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Hermann Parzinger, in einem dpa-Interview vor allem vor der dramatischen Lage in Krisengebieten wie Mali oder Syrien. «Es geht gar nicht nur um den illegalen Handel», sagte er. «Schon bevor es dazu kommt, werden archäologische Stätten zerstört, historische Kontexte auseinandergerissen und das kulturelle Erbe der Menschheit vernichtet.»

Veranstalter der Konferenz im «Weltsaal» des Auswärtigen Amtes sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Deutsche Archäologische Institut und der Deutsche Verband für Archäologie. Erwartet werden auch zahlreiche internationale Experten wie der Generaldirektor der syrischen Antikenverwaltung, Maamoun Abdulkarim, sowie Vertreter aus Ägypten, Afrika und Lateinamerika. Bei den zweitägigen Beratungen sollen auch Vorschläge für die geplante Neufassung des deutschen Gesetzes zum Schutz von Kulturgütern erarbeitet werden.

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