Kommentar zum Mordfall Susanna Unter dem Brennglas

Der Fall des ermordeten Wiesbadener Mädchens Susanna wirkt wie ein zweiter Fall Kandel und wird die Kritiker der Asylpolitik erneut mobilisieren. Dieser Mord offenbart wie in einem Brennglas alles, was schief gelaufen ist seit dem großen Flüchtlingsstrom von 2015. Antragsteller, deren Asylgründe komplett vorgeschoben sind, und die damit weit kommen. Identitäten, die frei erfunden werden.

Von Werner Kolhoff
Die 14-jährige Susanna wurde ermordet.
Die 14-jährige Susanna wurde ermordet. Foto: dpa

Nicht einmal fällt auf, dass bei der Flucht einer ganzen Großfamilie zurück in das Land ihrer angeblichen Verfolgung am Düsseldorfer Flughafen Dokumente mit verschiedenen Namen vorgezeigt werden. Der Fall zeigt: Wer wollte, konnte den 2015 eingetretenen Kontrollverlust ausnutzen – und kann es bis heute.

Das Asylverfahren und die Rechtslage müssen human sein und bleiben. Aber sie dürfen dem Missbrauch auch nicht länger Tür und Tor öffnen. Das ist, jenseits einer rückwärtsgewandten Betrachtung über Fehler in der Vergangenheit, die eigentliche Aufgabe, die vor der Großen Koalition liegt. Sie sollte sich nicht täuschen, wie groß die Wut nach solchen Straftaten ist.

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