Kommentar zu Innogy Ernergie-Monopoly

Aus Drei mach Zwei – und schon wird das Geschäftemachen einfacher. Dass sich die 41.000 Beschäftigten des Dritten, Innogy, bald wieder an einen neuen Arbeitgeber, der teilweise die alte RWE ist, gewöhnen müssen: Wen schert es?

Von Bernhard Hertlein
Das Logo von Innogy ist vor der Bilanzpressekonferenz vor der Konzernzentrale zu sehen.
Das Logo von Innogy ist vor der Bilanzpressekonferenz vor der Konzernzentrale zu sehen. Foto: dpa

Neben Innogy könnte die Energiewende zum Verlierer dieser unternehmerischen Entscheidung werden. Schließlich ist vorgesehen, dass die Zuständigkeit für Windparks und für das Stromnetz getrennt werden. Andererseits erwirbt RWE dadurch, dass es mit einer Beteiligung an Eon entschädigt wird, sogar Einfluss auf den bisherigen Konkurrenten.

RWE, nach der Abspaltung von Innogy auf seine konventionellen Kraftwerke zurückgeworfen, wird aufgrund des Deals wieder zu einem führenden Nutzer und Profiteur alternativer Energiequellen. Wie sich der Konzern künftig entwickeln wird, hängt natürlich auch vom Willen der Kommunen ab, die immerhin ein Fünftel der RWE-Aktien besitzen. Eon sichert sich mit der Verfügung über die Stromnetze eine dauerhafte Einnahmequelle.

Auch wenn das Geschäftemachen scheinbar einfacher wird: Abgerechnet wird bei solchen Megaprojekten immer erst nach einigen Jahren.

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