Kommentar zu Reaktion auf US-Zölle Bloß keine Eskalation

Der Handelskrieg muss noch warten. Europa bricht eine solche Eskalation nicht leichtfertig vom Zaun.  Die Zurückhaltung der Union ist richtig. Es ergibt nämlich keinen Sinn, jetzt sofort mit scharfen politischen Instrumenten zu reagieren.

Von Detlef Drewes
Donald Trump hält eine unterzeichnete Proklamation zu Aluminiumimporten in die Höhe.
Donald Trump hält eine unterzeichnete Proklamation zu Aluminiumimporten in die Höhe. Foto: dpa

Die EU will den amerikanischen Verbündeten zurück ins Lager der Marktwirtschaftler holen und ihn nicht gleich verprellen. Und dabei ist sehr fraglich, ob ein Politiker wie Trump mit einer Eskalation immer höherer Zölle zu überzeugen ist. Bisher hat dies immer nur dazu geführt, dass sich der US-Präsident im Gegenwind stärker darstellen konnte.

Wenn die USA unter Trump wieder auf den Pfad der ökonomischen Tugend zurückgebracht werden sollen, braucht man Allianzen mit anderen G7-Staaten wie Japan. Eine derartige konzertierte Aktion wäre wohl am besten geeignet, um die amerikanische Abschottung zu beantworten. Denn keinem anderen Zweck dienen die verhängten Zölle. Die USA wollen ihre Wirtschaft schonen, indem sie den Wettbewerb einschränken. Das hilft niemandem. Auch nicht den US-Konzernen.