Kommentar zum Corvey-Kunstfest mit Labs-Ehlert Zweite Chance

Zugegeben: Der Name Brigitte Labs-Ehlert hat im Zusammenhang mit dem Einsatz öffentlicher Fördermittel keinen guten Klang mehr. Nach Vergabefehlern räumte sie als Leiterin des Literaturbüros OWL das Feld. Jetzt taucht die Vielgescholtene wieder auf – und setzt für ein von ihr ersonnenes Kunstfest-Format erneut auf Zuschüsse.

Von Sabine Robrecht
Herzog Viktor von Ratibor und Fürst von Corvey, Dr. Brigitte Labs-Ehlert (künstlerische Leitung) und Dr. Ursuls Sinnreich, Generalsekretärin Kunststiftung NRW (von links).
Herzog Viktor von Ratibor und Fürst von Corvey, Dr. Brigitte Labs-Ehlert (künstlerische Leitung) und Dr. Ursuls Sinnreich, Generalsekretärin Kunststiftung NRW (von links). Foto: Sabine Robrecht

Ist aus Steuerzahler-Sicht Misstrauen angebracht? Oder eine zweite Chance? Die hat jeder verdient.

Und das Welterbe an der Weser profitiert davon. Das Fachwissen der Literaturwissenschaftlerin, die als Altgermanistin schon früh mit den Schätzen aus Corvey konfrontiert war, kann den Stern des Welterbes ebenso zum Leuchten bringen wie die guten Kontakte der einstigen »Wege durch das Land«-Intendantin. Labs-Ehlerts Sachverstand bürgt für Qualität.

Dass Corveys Hausherr sich dessen bedient, ist nicht unklug. Das Konzept ist trotz Einbindung weiterer Kunstgattungen nicht die Neuerfindung des Rades. Das muss aber auch nicht sein. Dem Welterbe kann es trotzdem zur gebührenden Aufmerksamkeit verhelfen. Glück auf also für die »Via Nova«.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.